Lesetipp | | von Annette Mattgey

Finger weg von Tell-a-Friend-Buttons

Persönliche Weiterempfehlungen sind eines der besten Marketinginstrumente. Im Internet ist jedoch Vorsicht geboten. Wer als Website-Betreiber eine Tell-a-friend-Funktion anbietet, haftet für diese Mails als seien es eigene Werbebriefe. Das hat der Bundesgerichtshof entscheiden. Tell-a-Friend ist eine beliebte Form der Weiterempfehlung. Ein Website-Besucher kann an einen Freund eine Mail veranlassen, die auf die Website, ein besonderes Angebot oder einen Rabatt verweist. Als Absender fungiert regelmäßig der Webshop-Betreiber. Allerdings wird eine Einwilligung des Adressaten zum Verschicken der E-Mail nicht eingeholt.

Daher wertet der BGH diese Mail als unzulässig im Sinne des Wettbewerbsrechts. Wegen des unzumutbar belästigenden Charakters derartiger Werbung gegenüber dem Empfänger sei die Übersendung einer Werbe-E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung grundsätzlich rechtswidrig, so dass der Anbieter der Funktion entsprechend auf Unterlassung hafte – auch wenn der Versand durch den Nutzer der Funktion initiiert werde.

Möglicherweise kann man die Gefahr der Abmahnung reduzieren, indem man etwa die Tell-a-friend-Funktion nur registrierten Nutzern ermöglicht oder an sie appelliert, ausschließlich E-Mail-Adressen von tatsächlich interessierten Dritten zu verwenden. Den vollständigen Fachartikel mit weiteren Empfehlungen von Rechtsanwältin Kathrin Schürmann finden Sie unter Medien und Marken.

Finger weg von Tell-a-Friend-Buttons

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