News Feed-Inhalte | | von Annette Mattgey

Facebook verleiht Freunden mehr Gewicht

Bilder und Videos, die von Freunden kommen, sollen nicht im News Feed untergehen. Daher justiert Facebook seinen Algorithmus nach. Für Marken-Fanpages bedeutet das, dass sich die Spreu vom Weizen trennt - noch stärker als bisher. Damit führt Facebook seine Praxis fort, angesichts explodierender Inhalte, die in sozialen Netzen geteilt werden, eine Gewichtung vorzunehmen, die den User-Wünschen entspricht und ihnen das zeigt, was sie am meisten interessiert. 

Im Facebook-Blog erläutern Max Eulenstein, Product Manager, und Lauren Scissors, User Experience Researcher, die Facebook-Haltung. Es gehe darum, für eine "Balance" zu sorgen zwischen Freunden, Marken- und Medien-Seiten sowie Vereinen, Gruppen und Organisationen. Die aktuellen Änderungen beruhen auf User-Feedback und systematischen Befragungen.

Zum einen hebt Facebook die Sperre auf, dass in der Timeline nicht mehrere Posts eines Freundes hintereinander erscheinen dürfen. Wer (noch) nicht so viele Freunde hat, bekommt also nun mehr Inhalte zu sehen und kann länger scrollen. 

Zum anderen will Facebook den Usern mit vielen Verbindungen helfen, nichts Wesentliches zu verpassen. Das sei eine weit verbreitete Sorge. Daher erhalten Bilder, Videos und Links von Freunden Vorrang.

The second update tries to ensure that content posted directly by the friends you care about, such as photos, videos, status updates or links, will be higher up in News Feed so you are less likely to miss it.

Weniger häufiger wird man in Zukunft sehen, was Freunde geliket und kommentiert haben. Das stoße auf weniger Interesse, schreiben die Facebook-Blogger.

Was bedeutet das für Marken? Auch sie versucht Facebook ins Gleichgewicht zu bringen.

If you like to read news or interact with posts from pages you care about, you will still see that content in News Feed. This update tries to make the balance of content the right one for each individual person.

"Die neuen Anpassungen zeigen deutlich, dass Facebook bestrebt ist, mehr Qualität in die Hauptschlagader von Facebook, den News Feed, zu bekommen," fasst Social Media-Experte Thomas Hutter zusammen. Wer sich seinen Fans kontinuierlich und mit fundierten Inhalten widmet, werde das Update kaum spüren, so Hutter. Ziellose und uninspirierte Marken werden - zu Recht - weiter verlieren - ebenso wie diejenigen, die die Fan-Zahl mit Einmal-Aktionen hochjazzen und wenig Sinn für Kontinuität haben. "Insgesamt zwingt das Update alle Fanpage-Betreiber, sich noch genauer mit der Zielgruppe sowie dem eigenen Content auseinanderzusetzen. Wir als Unternehmen und auch als private Nutzer begrüßen diesen Schritt," bilanziert Thomas Weigel, Marketing Manager DACH bei 99designs, einem Online-Marktplatz für Grafik- und Webdesign. "In erster Linie müssen Fanpages mit massiven Einbrüchen rechnen, die aggressives Like- und/ oder Kommentare-Baiting betreiben oder solche, die keine einheitliche Strategie verfolgen und damit ohnehin langfristig Probleme damit haben dürften, ihre Fans zu halten," so Weigel abschließend.

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