Newsfeed | | von Annette Mattgey

Facebook macht Schluss mit getarntem Werbe-Müll

Keine versteckten Werbe-Botschaften in der Timeline - das ist die rigorose Konsequenz, die Facebook aus den Befragungen der Nutzer zieht. Content kommt an, Aufforderungen zu Gewinnspielen aber nicht. Dabei stören "inhaltliche" Posts von Fanpages, die sich dann als Werbung entpuppen, mehr als Facebook Ads. Dafür hat Facebook auch einen Grund ausgemacht: Während die explizite Werbung in der Timeline begrenzt wird - auf maximal fünf Prozent, fließen organische Posts ohne besondere Filterung in den Nachrichtenstrom. Zusätzlich kann der User die Qualität der Werbeanzeigen, die er zu Gesicht bekommt, durch seine Interaktionen beeinflussen.

Ab Januar 2015 wird sich folgendes ändern: Facebook lässt Unternehmen und anderen Betreibern von Facebook Pages allzu werbelastige Inhalte nicht mehr durchgehen: "Nun führen wir neue Kontrollmechanismen für den Umfang und Inhalt von organischen, aber gleichzeitig sehr werbelastigen, Beiträgen ein, damit Menschen mehr Seiteninhalte sehen, die sie sich wünschen." D.h. dass Facebook die Reichweite solcher  Seitenbeiträge eingeschränkt.

Als besonders nervig gelten:

1. Beiträge, die lediglich dazu auffordern, ein Produkt zu kaufen oder eine App zu installieren.

2. Beiträge, die dazu auffordern, an Promotions oder Preisausschreiben ohne authentischen Kontext teilzunehmen.

3. Beiträge, die genau dieselben Inhalte wie Werbeanzeigen wiederverwenden.

So etwas soll künftig weniger stark verbreitet werden:

 

Natürlich kann sich Facebook nicht den Hinweis verkneifen, dass das Unternehmen eine reichhaltige Palette von Werbeformaten hat, damit Unternehmen ihre Reichweite steigern und ihre Ziele wie mehr App-Downloads oder mehr Shop-Umsatz erreichen. Gleichzeitig sieht Facebook die Aktualisierung nur als Teil der "fortwährenden Bemühungen", die Timeline relevant und das Social Network attraktiv für User zu halten.  

Ein Trostpflaster hat Facebook jedoch für Seitenbetreiber: Das Unternehmen hält an den Facebook Pages fest und will ihre Funktionen noch erweitern. "Seiten(..) ermöglichen eine kostenfreie und einfach zu pflegende Onlinepräsenz, die sich Menschen ansehen können, um etwas über ein Unternehmen zu erfahren." Wenn es um neue Funktionen geht, versucht Facebook aus Nutzersicht zu denken: "Manche dieser Interaktionen umfassen das Senden von Nachrichten, um direkt mit einem Unternehmen zu kommunizieren, oder das Durchsuchen von Videos und Fotos. Außerdem suchen wir nach Wegen, Seiten von Unternehmen basierend auf ihrer Branche besser anzupassen – ähnlich, wie wir es bereits für die Menübereiche für Restaurant-Seiten durchgeführt haben".

Die geplanten Änderungen und die Konsequenzen für Unternehmen erläutert Facebook ausführlich in seinem Newsroom.

Facebook macht Schluss mit getarntem Werbe-Müll

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