Facebook Ads | | von Annette Mattgey

Einfallslose Online-Marketer: Mehr Fans als oberstes Ziel

In Sachen Facebook-Marketing scheint noch viel Nachholbedarf zu bestehen. Wie lässt es sich sonst erklären, dass die überwiegende Mehrheit Fan-Wachstum als oberstes Ziel ihrer Facebook Ads nennt? Tiefere Kenntnisse, etwa über Aussteuerungsmechanismen, sind weitgehend Fehlanzeige, ergab eine Umfrage von Eprofessional. Immerhin schaltet mehr als die Hälfte der befragten Werbungtreibenden bereits Facebook Ads (54 Prozent). Die zielgruppengenauen Targetingmöglichkeiten des Netzwerks werden bislang aber nur begrenzt angewandt. Das verwundert jeoch wenig. Denn von den Facebook Ads-Nutzern gaben 43 Prozent an, dass sie die Targetingfunktionen gar nicht oder nur unzureichend kennen.

Als wichtigstes Ziel für Werbekampagnen auf Facebook nannten 57 Prozent der Befragten die Gewinnung von mehr Fans für die Community. Dahinter folgt mit 53 Prozent die ganz allgemeine Sichtbarkeit und Reichweite des Unternehmens oder der Marke. 49 Prozent möchten mit ihrer Kampagne die Interaktion auf ihrer Facebook Page fördern und 45 Prozent Besucher für ihre Webseite oder ihren Online-Shop generieren. Die Diskussion, welche Messgrößen für den Erfolg einer Marke relevant sind, scheint bei den Online-Marketern noch nicht angekommen zu sein. "Persönliche Eitelkeit" sieht denn auch Digital LEADer David Philippe als stärkste Motivation hinter der Fixierung auf Fanzahlen und Interaktion.

Für die nächsten 24 Monate nimmt sich die Mehrheit vor, das Budget für Facebook Advertising zu erhöhen. 49 Prozent gaben an, dass sie in diesem Zeitraum um bis zu 30 Prozent mehr für Werbung auf Facebook investieren werden. Für sieben Prozent wird das Budget sogar um mehr als 30 Prozent ansteigen, während es für 38 Prozent voraussichtlich stabil bleibt. Nur sieben Prozent planen, zukünftig weniger in Facebook Ads zu investieren oder die Ausgaben gleich komplett einzustellen.

Vielleicht überlegt es sich der ein oder andere von ihnen nochmal anders: Gestern hat Facebook bekanntgegeben, dass die Ad-Plattform umgestaltet wird. Die neue Benutzerführung könnte den deutschen Online-Marketern helfen, die passenden Werbeformate zu wählen - auch ohne sich damit auszukennen. 

Nach Meinung von Ben Moehlenhoff, Director Social Media bei Eprofessional, liegt bei der Nutzung von Facebook Ads in Deutschland derzeit noch viel Potenzial brach: „Werbungtreibende in Deutschland verkennen immer noch die Targetingmöglichkeiten, die Facebook bietet. Dabei ist der Datenschatz des Unternehmens gigantisch und unübertroffen. Schon im vergangenen Jahr führte Facebook beispielsweise die Broad Category Cluster ein, mit denen auch Personen angesprochen werden können, deren Profile relevante Informationen enthalten. Unternehmen, die sich damit nicht ausführlich beschäftigen, lassen eine große Chance aus, die relevanten Personengruppen zielgenau dort anzusprechen, wo sie sich vornehmlich aufhalten.“

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