Irmela Schwab ist Autorin von LEAD digital.
Irmela Schwab ist Autorin von LEAD digital. © Foto:Privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Ein Hoch auf die Selbstoptimierung: Vom programmatischen Code of Conduct und Fake News

Immer schön die Balance halten. Zuviel Influencer Marketing kann nämlich auch nach hinten losgehen. Dann passiert es, dass man ins Fadenkreuz der einflussreichsten Satiriker gerät. Oliver Kalkofe knöpft sich anstelle von TV-Stars- und Sternchen nun bei "Kalkofes Mattscheibe Rekalked" auf Tele 5 Influencer vor. Und belegt: Marketing mit Starlets aus dem Netz kann auch ganz schön doof sein

Das richtige Mittelmaß aus Hingucker und Weggucker ist ein Problem, das auch den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) umtreibt. Mit einem Code of Conduct will der Verband einheitliche Standards in der Branche etablieren und die nachhaltige Professionalisierung von Programmatic Advertising vorantreiben. Gut 40 Unternehmen haben die Selbstverpflichtung schon unterzeichnet. Der Verhaltenskodex umfasst individuelle Kriterien für die jeweiligen Marktbereiche Vermarkter/Publisher, Demand Side Platform (DSP), Sell Side Platform (SSP) und Datenanbieter. Unternehmen, die mehrere Marktbereiche abdecken – sogenannte Full-Stack-Anbieter – müssen alle Anforderungen für die entsprechenden Marktbereiche erfüllen. An der Erstellung des Code of Conduct waren rund 40 im Programmatic Advertising tätige BVDW-Mitgliedsunternehmen beteiligt. 

Gehandelt wurde erst, als die Adblocker auf ein kaum noch erträgliches Maß für die Werbewirtschaft gestiegen ist. Erst im Ernstfall zu agieren ist vermutlich menschlich. Und offenbar auch die Maxime von Facebook-CEO Mark Zuckerberg. Hat ein ganzes Social Network vom Studentenwohnheim aus ins Leben gerufen, kann - oder will? - aber nichts gegen Fake News tun können. Stattdessen gibt es einen Prototypen für Zensur-Software für China. Gegen Fake News hat nun der 18-jährige Studenten Anant Goel ein Studentenprogramm entwickelt. Fairerweise muss man sagen: Dass es für ein Social Network in Facebook-Größe wohl verhältnismäßig schwieriger ist, so ein Programm aufzusetzen. Und dass sich Zuckerberg nun doch dem Problem annehmen will…

Angenommen ist auch die Übernahme von Linkedin. Die EU-Wettbewerbshüter haben Microsoft grünes Licht für den 26 Milliarden schweren Kauf des Karrierenetzwerks gegeben. Ausschlaggebend dafür waren Zugeständnisse, die der US-Softwarekonzern der EU-Kommission angeboten hatte - unter anderem einen offenen Zugang für konkurrierende Dienste wie Xing. Microsoft will sich mit der Öffnung seiner Outlook-Plattform für andere soziale Netzwerke absichern. Der US-Softwarekonzern habe angeboten, Outlook und die Outlook-API auch für Linkedin-Konkurrenten wie Xing zu öffnen, berichten US-Medien. Darüber hinaus biete Microsoft an, dass Hardwarehersteller vorinstallierte Shortcuts für Linkedin löschen und durch andere Anbieter ersetzen können.

Und während so mancher Amerikaner beim großen Thanksgiving-Fest noch den letzten Rest Truthahn runterschluckt, saßen die anderen schon vorm Rechner. Oder kloppen sich in den Einkaufszentren um die besten Deals: Der traditionelle Black Friday ist seit einigen Jahren auch nach Deutschland herüber geschwappt. Truthahn essen ist zwar kein Muss, aber Shoppen! Haben Sie schon? Hier finden Sie gute Deals!

Ein Hoch auf die Selbstoptimierung: Vom programmatischen Code of Conduct und Fake News

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