Super Bowl 2015 | | von Irmela Schwab

Earned goes Paid: Das Comeback von Classic Media?

Seit Januar hat Facebook die organische Reichweite für Posts von Werbekunden noch weiter eingeschränkt. Erste Konsequenzen sind sichtbar - und das ausgerechnet beim Super Bowl 2015, der sich in den vergangenen Jahren vom TV in einen viral Buzz auf sozialen Plattformen verlagert hat. 

Wie "Advertising Age" berichtet lässt der Hype um Werbeinhalte, die im Vorfeld des Endspiels am 1. Februar 2015 geteilt werden, allmählich nach. So hat Richard Kosinski, US-President der Video-Ad-Firma Unruly einen Rückgang von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Und das obwohl Video-Ads insgesamt um 22 Prozent mehr geteilt werden als zuvor. "Der Gratis-Lunch mit dem Super Bowl ist vorbei", sagt Kosinki gegenüber Adage. 

Herausgefunden hat die Firma in einer Analyse von 4000 Videos auch, dass Teilen von Inhalten via sozialen Plattformen immer schneller passiert, während die Aufmerksamkeitsspanne der User parallel dazu abnimmt. So seien 2013 eine Woche nach der Erstausstrahlung einer TV-Show 37 Prozent ihrer Videos geteilt worden, 2014 waren es 65 Prozent. Daher liegt der Schluss nahe, dass ein paar Tage vor einem Event - in dem Fall der Super Bowl - die Platzierung von viralem Content am besten ist. 

Hinzu kommt auch, dass sich laut Werbeforscher Communicus viele Football-Zuschauer gar nicht an die Werbeinhalte erinnern: Von 45 Prozent der Konsumenten, die eine Super Bowl-Ad wahrgenommen haben, gaben nur drei Prozent an, diese im Vorfeld des Spiels gesehen zu haben.

Das Fallbeispiel Super Bowl zeigt zweierlei ganz deutlich: Erstens treten Ermüdungserscheinungen beim Publikum auf - was zweitens wiederum für eine Reduzierung der organischen Reichweite sorgt. Ein abschreckender Faktor für Werbungtreibende. Das bringt künftig vermutlich wieder klassische Werbestrategien - insbesondere PR and Promotions - ins Spiel.

Earned goes Paid: Das Comeback von Classic Media?

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