Mit Weisheiten wie dieser in der Timeline verärgert man seine Facebook-Freunde.
Mit Weisheiten wie dieser in der Timeline verärgert man seine Facebook-Freunde. © Foto:Facebook/wise quotes

Umfrage | | von Annette Mattgey

Die Top 10 Nervensägen in sozialen Netzwerken

Tolle Urlaubsstrände, niedliche Baby-Bilder und fernöstliche Weisheiten: Was der eine in bester Absicht auf seiner Facebook-Seite postet, kann dem anderen gewaltig auf den Geist gehen. Welche Nutzertypen mit ihrem Verhalten und ihren Statusmeldungen uns am meisten nerven, zeigt eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals www.schlaubi.de unter 1.829 erwachsenen Nutzern sozialer Netzwerke.

Auf Platz eins der nervigsten Status-Updates liegen kryptische Aussagen und tiefsinnige Sprüche von 'Möchtegern-Philosophen'. Die Teilnehmer wurden gebeten, die Statusmeldungen und Aktivitäten zu nennen, die sie als besonders lästig empfinden; Mehrfachantworten waren möglich.

1. Möchtegern-Philosophen:  54 Prozent

Stellen gerne kryptische Aussagen, Lebenszitate und Sprüche oder auch tiefsinnige Einzeiler in den Raum, deren Inhalt unverständlich ist und nur dazu dient, Aufmerksamkeit zu erhaschen; könnten daher auch als 'philosophierende Rampensau' bezeichnet werden.

2. Einchecker: 47 Prozent

Feierbiester und Jet-Setter, die meinen, den gesamten Freundeskreis wissen lassen zu müssen, wo sie sich gerade amüsieren. 

3. Selfie-Junkies:  39 Prozent 

Bedienen sich zur Selbstinszenierung des Selfies in allen Lebenslagen und sind sich für keinen noch so peinlichen Schnappschuss zu schade, immer auf der Jagd nach Likes.

4. Stolze Eltern: 35 Prozent 

Insbesondere frischgebackene Mamas und Papas, die jede noch so banale Neuigkeit und jedes Foto vom Nachwuchs teilen.

5. Spiel-Enthusiasten: 31 Prozent

Online-Spieler, die den Freundeskreis permanent mit Spielanfragen und Updates zu Candy Crush Saga, Farmville & Co. überschwemmen.

6. Gefühls-Exhibitionisten: 27 Prozent 

Gefühlsmenschen, die ihre aktuelle Stimmungslage mit der Ӧffentlichkeit teilen und intime Gedanken und Details preisgeben, die lieber unter vier Augen bleiben sollten. 

7. Dauer-Onliner und Alles-Kommentierer: 24 Prozent

Nutzer, die im Minutentakt scheinbar wahllos posten und jede neue Meldung sofort kommentieren, den Finger immer am Gefällt mir-Abzug. 

8. Unermüdliche Promoter: 20 Prozent

Übereifrige, die spamverdächtig wahllos und unermüdlich alle Bekannten zu irrelevanten Veranstaltungen einladen oder schamlos die Werbetrommel in eigener Sache rühren.

9. Fitness-Freaks: 19 Prozent

Sportbegeisterte, die ihrem Freundeskreis minutiös über jeden gelaufenen Kilometer und jede verbrauchte Kalorie berichten – selbst aus dem Urlaub.

10. Foodies:  14 Prozent

Nach dem Motto sattsehen statt satt essen wird vom Frühstück bis zum Abendessen jede Mahlzeit fotografisch dokumentiert und gefeiert.   

Nervige Statusmeldungen und Verhaltensweisen führen laut Umfrage bei 38 Prozent  der Befragten dazu, dass sie soziale Medien weniger nutzen; immerhin 21 Prozent  denken über eine Löschung ihres Kontos nach oder haben dies bereits getan. Weitere 27 Prozent gaben allerdings an, sich bereits in Abstinenz vom virtuellen Freundeskreis versucht zu haben, aber schnell wieder rückfällig geworden zu sein. Drei Tage haben sie es im Schnitt ausgehalten, bevor sie wieder in sozialen Medien unterwegs waren.

Weitere 26 Prozent  gaben allerdings zu, selbst schon einmal derartig nervige Statusmeldungen eingestellt zu haben, ganze 15 Prozent  tun dies nach eigenen Angaben sogar regelmäßig.

"Eine optimale Plattform für jegliche Art der Selbstinszenierung", charakterisiert Natascha Kahmann, Sprecherin von schlaubi.de, Facebook, Instagram & Co.. "Einen Verhaltenskodex scheint es nicht zu geben, und es wird vieles mit der Ӧffentlichkeit geteilt, was so mancher als unpassend oder lästig empfindet. Viele Nutzer scheinen auch trotz zahlreicher Warnungen und Missbrauchsfälle immer noch peinliche Fotos oder private Details zu teilen, ohne über mögliche Folgen nachzudenken."

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