Wochenrückblick | | von Tobias Weidemann

Die Aufreger der Woche: Von selbstfahrenden Autos und Nudeln aus dem Drucker

Während in Deutschland in dieser Woche erst nach und nach die Systeme wieder hochgefahren werden, stapeln sich in den USA aufgrund der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas bereits die News im Bereich Elektronik, Computer und Mobilgeräte.

Android soll in Automobilen Einzug halten. Audi, bereits traditionell auf der Messe für Unterhaltungselektronik vertreten, brachte in diesem Jahr selbstfahrende Autos mit nach Las Vegas und gab eine Kooperation mit Google bekannt. Die Open Automotive Alliance soll Autofahren intelligenter und sicherer machen. Zum Konsortium gehört auch Chiphersteller Nvidia, der  zuletzt einen Prozessor zur Bildverarbeitung entwickelte, der sich vortrefflich für Kameraassistenzsysteme eignen würde. Doch bis selbstfahrende Autos serienreif sind, ist es noch ein langer Weg. Doch Audi ist nicht der einzige Autohersteller, der an solchen Technologien arbeitet. Teil der Alliance sind auch General Motors, Hyundai und Honda, während BMW laut "Handelsblatt"-Informationen eine eigene Allianz mit dem Mitbewerber Apple plant.

Ansonsten neu in Las Vegas: Ganz viele Fernseher, die den 4k-Standard unterstützen, für den es noch kaum Sendematerial gibt und die teilweise mit gewölbtem Bildschirm daher kommen, schicke, immer leichtere und schlankere Notebooks mit stromsparenden Prozessoren und Hingucker wie das Hundehalsband Voyce, das als Wellness-Monitor zeigt, wie gesund und munter der Vierbeiner ist, wie viel er sich bewegt und wie sein Schlafverhalten ist.

Aber kommen wir zurück zu Google … Ärger hat der Suchmaschinenriese nämlich mal wieder mit dem Datenschutz – diesmal in Frankreich. Dort muss Google eine Strafe in Höhe von 150.000 Euro zahlen – wahrscheinlich aus der Portokasse. Die französische Datenschutzbehörde hat allerdings hierbei schon die rechtlich mögliche Höchststrafe ausgeschöpft. Sie ist der Ansicht, das Unternehmen verstoße mit seiner Datenschutzerklärung gegen die Verpflichtung zu umfassender Transparenz in Nutzung und Umgang mit den Anwenderdaten. Nicht klar sei, wie weitreichend Nutzerprofile erstellt würden und wie lange eine Datenspeicherung erfolge. Google muss außerdem binnen acht Tagen einen entsprechenden Hinweis auf seiner französischen Website anbringen.

Über den Jahreswechsel aufgeräumt hat offenbar Facebook. Das Unternehmen schafft die Sponsored Stories ab. Es handelt sich dabei um einen weiteren Schritt zur Vereinfachung der ursprünglich 27 (!) Werbeformate unter Facebook. Für Facebook spielt es eine große Rolle, die soziale Komponente stärker in die Vermarktung einzubringen, also sich weniger an bestimmten Displays zu orientieren, als zu zeigen, welche Marken Freunde und Bekannte schätzen.

Und dann war da noch die Meldung von Barilla. Der Nudelproduzent will Pasta über einen 3D-Drucker produzieren und arbeitet bereits seit zwei Jahren mit dem Forschungsinstitut TNO aus Eindhoven zusammen. Entwürfe kann der Kunde einfach per USB-Stick mitbringen, ausgedruckt werden die Teile mit Hilfe von Patronen, die Barilla in spezielle 3D-Drucker steckt. Ob die Welt darauf wirklich gewartet hat (zumal die Druckgeschwindigkeit offenbar noch ein Problem darstellt) oder es sich um eines dieser Dinge handelt, die man in zehn Jahren unter der Kategorie „Irrungen der Technikgeschichte“ einordnen wird? Auf jeden Fall wünscht sich die LEAD digital-Redaktion dann als Werbeclip eine Neuauflage des Loriot-Sketches mit der Nudel.

Die Aufreger der Woche: Von selbstfahrenden Autos und Nudeln aus dem Drucker

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