Owl Optics | | von Annette Mattgey

Designerbrillen: Keine Luxuspreise, aber gute Laune

Anfang der Woche verblüffte uns das Berliner Brillen-Label Owl mit einer unerwarteten Aktion: Sie teilten einen Post von LEAD digital und kommentierten: "our biggest social media success? now we have a guy who works at facebook and looks damn fine with OWL glasses." LEAD digital nahm das zum Anlass, David Kamp, Gründer von Owl Optics, nach seiner Marketingstrategie zu fragen.

Owl hat ein von LEAD digital gepostetes Foto für eigene Zwecke verwendet. Durchaus geschickt – aber wie sind Sie überhaupt darauf gestoßen?

Nico Westermann, die Person auf dem Foto und Ihr Interviewpartner ist ein guter Freund, so ist das Bild in meinem persönlichen Newsstream gelandet. Als erweiterte Augen und Ohren im Netz verwenden wir alert.io (https://de.alert.io) und kennen daher mittlerweile jeden Optiker in Ostwestfalen-Lippe (OWL).

Wie wichtig ist Social Media überhaupt für Owl? Wären nicht auch Bilderdienste wie Instagram und Pinterest interessant?

Owl steht für bewusstes Sehen. So lenken wir immer wieder im den Blick auf das Schöne und wollen die Begeisterung dafür teilen. Bisher nutzen wir Facebook (www.facebook.com/owloptics), Twitter (@owloptics) und Instagram (http://instagram.com/owloptics). Über Pinterest und Eyeem denken wir aktuell nach. 

Owl ist ein hippes Berliner Start-up, das sich neben tausend anderen Optikern und Marken behaupten muss. Wie schaut überhaupt Ihre Marketing-/Werbe-/PR-Strategie aus?  

Wir machen schöne Brillen, weil wir selber schöne Brillen tragen wollen. Wir bieten unsere Brillen im Netz an, weil wir direkt an Brillenträger verkaufen wollen. Wir verkaufen die Brillen mit gutem Glas zu einem moderaten Preis, weil unsere Brille als Ausdrucksmittel des persönlichen Stils und nicht als Statussymbol begreifen. Menschen, die es ebenso sehen, gibt es überall – auch in den Redaktionen einflussreicher Magazine. Sie helfen uns unsere Geschichte zu erzählen und immer mehr Leute für Owl zu begeistern. Unser Strategie war es also, das OWL-Konzept so zu stricken, dass darüber gerne berichtet und geredet wird – in der Presse, auf Blogs und im Privaten online wie offline.

Wie stehen Sie zu klassischen Kanälen (Anzeigen, Spots)?

Noch gibt das unser Marketingbudget nicht her. In Zukunft werden wir sicherlich neben Modestrecken auch Anzeigen in den relevanten Magazinen nutzen, um unsere Ästhetik zu vermitteln. Und einen Superbowl-Spot sehe ich nicht am Horizont.

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe?

Wir richten uns an Designliebhaber – die in jedem Detail unsere Aufmerksamkeit für das Klare und Schöne erkennen – ebenso wie an Designlaien, die diese eher fühlen. Menschen, die für ein Objekte des täglichen Gebrauchs – denn genau das ist eine Brille – keinen Luxuspreis zahlen wollen und sich dennoch täglich über das Objekt und seine Nutzung freuen sollen.

Wie sieht derzeit Ihr Unternehmen aus? Wie und wo bekommt man Owl-Brillen?

Zur Zeit sind wir zu viert (David, Jana, Lars und Phil) – doch jeder von uns verfolgt neben Owl noch andere Projekte. Unsere Brillen bekommt man über unseren Webshop auf www.owloptics.com. Im Laufe des Frühjahrs sollen eine überschaubare Nummer an wohl kuratierten Orten in Deutschland und im europäischen Umland hinzukommen. Darüber hinaus planen wir, 2014 ein super Jahr und gute Laune zu haben.

David Kamp hat an der Universität der Künste, Berlin, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert. Als Strategic Planner hat er für nationale und internationale Kunden wie Volkswagen, Ikea, Bosch, Nike und Reebok bei den Agenturen Scholz & Friends und DDB gearbeitet. Heute arbeitet er freiberuflich als Markenstratege. Als Geschäftsführer von Owl Optics agiert er seit September 2011.

Designerbrillen: Keine Luxuspreise, aber gute Laune

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