Das Web, der Mensch und die Zukunft
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Das Web, der Mensch und die Zukunft

10 Jahre ist es her, dass ein kleiner Haufen aufgeregter Blogger sich zusammenfand um über Probleme und Fortschritt des Internets zu diskutieren. Seitdem pilgern Jahr um Jahr Blogger und Agenturleute nach Berlin, um Sascha Lobo und andere Vordenker der Szene zu hören, zum Beispiel den 15-jährigen Joshua Arntzen. Er erklärte ausgewachsenen Anzugträgern, die wie Jugendliche im Schneidersitz auf den Boden gekauert lauschten, Snapchat. Genauer gesagt "Discover" – den Bereich auf Snapchat, wo öffentliche Posts stehen. Wie sich das für Werbung nutzen lässt: Ausprobieren!

Auch spannend: Die Republica ist eine der wenigen Veranstaltungen aus dem Tech-Bereich, die es schafft, Frauen anzulocken. 44 Prozent der Sprecher sind weiblich! Beachtlich! Doch im Bereich VR dominieren wieder die Männer: Getreu dem Motto Wecke das Kind im Manne durfte man(n) Virtual Reality von Herzen ausprobieren. Und auch wenn wir hundert Mal darüber schreiben – nur wer mal mit Virtual Reality gespielt hat, wird verstehen, warum VR so eine große Anziehungskraft ausübt und warum Marketer sich daher unbedingt mit dem Thema beschäftigen müssen.

Während auf der Republica eher die Gegenwart mit einer Prise Zukunft diskutiert wurde, mühten sich Visionäre der Konferenz der Singularity University in Berlin die fernere Zukunft vorherzusagen. Demnach wäre Virtual Reality die Grundlage, um zu fliegen wie ein Vogel oder sein Aussehen zu verändern. Welch wunderbares Potenzial für Werbemaßnahmen! Ins selbstfahrende Auto steigen - und nichts für den Trip bezahlen – davon schwärmt Volkswagen auf der Singularity University Konferenz. Damit wäre das Abgasproblem sicher vom Tisch. Taxianbieter könnten dann ihr Geld mit Werbung verdienen, die auf Bildschirmen im Auto läuft.

Ach ja, das Taxi-Business: Wer auf Messen und Konferenzen geht, braucht in der Regel auch immer eine schnelle Fahrgelegenheit, kurz Taxi. Früher hieß das anrufen, warten, fahren, ankommen, Banknoten aus dem Portemonnaie kramen und bezahlen. Jetzt ruft man einfach Whats Ap auf. Nach Taxi Deutschland bietet nun auch Konkurrent – Verzeihung, Mitbewerber MyTaxi die Möglichkeit, ein Taxi über den Messenger zu bestellen. Der Taxi-Kontakt hat die Telefonnummer 0170 3366650. Wer die zu seinen Kontakten hinzufügt, kann über einen  Chat seinen Standort senden und so ein Taxi bestellen. Der Komfort liegt jedoch nicht in der Bestellung, sondern in der Bezahlung. Wer in der App Kreditkarte oder PayPal hinterlegt hat, braucht kein Bargeld mehr. Mit solchen Lösungen sind auch deutsche Unternehmen einem Uber gegenüber konkurrenzfähig.

Konkurrenzfähig – das will auch Facebook bleiben. Doch die Timeline wird immer unübersichtlicher. Um den generellen Newsfeed zu entlasten, bietet die Facebook App (derzeit nur Beta für Auserwählte) mit einem Wisch Themen-Feeds, z.B. zu Politik, Essen oder - wir leben im 21. Jahrhundert – Selfies. Für gezieltere Kundenansprache eine hübsche Idee. Einer weiteren Gewinnsteigerung bei Facebook dürfte so erst einmal nichts entgegen stehen.

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