Wo steckt der richtige Hörer für meinen Inhalt?
Wo steckt der richtige Hörer für meinen Inhalt? © Foto:iStock

Audio-Tipp | | von Annette Mattgey

Das steckt hinter dem neuen Buzzword Audience Development

Mit der Vielzahl digitaler Plattformen entsteht auch ein neues Aufgabenfeld: Audience Development. Die Sendung "Breitband" vom Deutschlandfunk Kultur fragte Medienhäuser, was sie darunter verstehen und was sie sich davon versprechen.

Früher nannte man es Werbung: Ein alter Radio-Spot preist die Inhalte der gedruckten "Spiegel"-Ausgabe an und will damit Aufmerksamkeit für das eigene Produkt schaffen. Heute hat sich die Lage komplett geändert: Neben der Website und der App sind Spiegel-Inhalte auf mehr als zwei Dutzend digitalen Plattformen zu finden. Und hier ist der Wettbewerb eindeutig größer, zumal es  noch andere, jüngere Mitspieler gibt, die ebenfalls ihr Publikum online suchen.

Torsten Beeck ist bei Spiegel Online fürs Audience Development verantwortlich. "Die Werbung muss plattformgerecht sein", lautet sein Credo. Am Beispiel von Facebook und Snapchat erklärt er, wie er seinen Job versteht. Bei Snapchat sei eine sehr spitze Zielgruppe zu finden, fast alle unter 24 Jahren und vorwiegend weiblich, außerdem ausschließlich auf mobilen Endgeräten. Wer hier erfolgreich sein wolle, müsse Inhalte für Mädchen und junge Frauen anbieten, so Beeck. 

Zum Audience Development gehört nicht nur die Erarbeitung oder Herausbildung eines Publikums, sondern auch dessen Weiterentwicklung. Eine strategische Aufgabe, findet Björn Wagner, Zeit Online: "Audience Development ist die Marketingabteilung der Online-Redaktion." Im ersten Schritt gehe es darum, Nutzer über die Suche und soziale Medien auf die Website aufmerksam zu machen, um sie dann zu "Überzeugungstätern" zu machen, die die Marke direkt ansteuern. Im besten Falle entschließen sie sich zu einer Registrierung und einem Abo.

Was Björn Wagner über die neue Linie bei Buzzfeed denkt und welche Daten für ein gutes Audience Development nötig sind, hören Sie hier im Podcast des Radio-Beitrags (ca. 6 Min.).

Das steckt hinter dem neuen Buzzword Audience Development

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