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Adblocker werden für die Verlage teuer.
Adblocker werden für die Verlage teuer. © Foto:Wan Ifra

Studie | | von Daniel Lange

Das kosten Adblocker die Verlage

Das Marktforschungsinstitut Juniper Research hat in seiner aktuellen Studie "Worldwide Digital Advertising: 2016-2020" ausgerechnet, wie viel der zunehmende Einsatz von Adblockern die Herausgeber kosten wird. Demnach belaufen sich die Einbußen bis 2020 auf knapp 24 Milliarden Euro (27 Milliarden US-Dollar). 

Noch immer gibt es keine wirklich effektiven Strategien, Adblocker zu umgehen. Laut Studie intensivieren die Verlage derzeit ihre Bemühungen, dieses Problem zu lösen. Allerdings besagt die Analyse auch, dass die Entwickler-Aktivitäten über die nächsten fünf Jahren enorm steigen werden, um den Werbeblocker noch anspruchsvoller und besser zu machen - und somit schwieriger zu beseitigen. Die Palette an Werbefilter wird immer breiter: So hat der Netzbetreiber Three angekündigt, Adblocking für alle Kunden anzubieten.

Vor allem kleiner Verleger seien von Adblocking-Software bedroht, da sie sich hauptsächlich über Werbeerlöse finanzieren, jedoch nicht die nötigen Mittel haben, sich vor Adblockern zu schützen. Besonders Millennials nutzen Softwares wie Adblock Plus und Adblock Fast. Anbieter Eyeo hatte vor einigen Tagen verkündet, dass inzwischen über 100 Millionen Menschen die Lösung Adblock Plus einsetzen.

Das kosten Adblocker die Verlage

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Adblocker kosten Werbemilliarden

von Susanne Herrmann

Mit erheblichen Einnahmeausfällen bei der Online- und Mobile-Werbung rechnet eine Prognose vom Optimal.com. Grund ist die zunehmende Nutzung von Werbeblockern in den USA. Liegen die entgangenen Erlöse für die Publisher in diesem Jahr noch bei rund 3,9 Milliarden Dollar, so steigen sie 2017 bereits auf knapp 5,7 Milliarden und bis zum Jahr 2020 auf 12,1 Milliarden Dollar, heißt es in der Marktstudie des Technologie-Unternehmens Optimal.com mit Sitz in Boulder/Colorado. Dafür wurden Adblocker-Trakcing-Daten ausgewertet und hochgerechnet. Juniper Research berechnete (weltweit) Ausfälle von 27 Milliarden Dollar bis 2020.

Dies bedeute gleichzeitig, dass bisherige Branchenschätzungen über die Höhe der Online- und Mobile-Werbeeinnahmen im Jahr 2020 um diesen Fehlbetrag korrigiert werden müssten: von 51 Milliarden Dollar also auf knapp 39 Milliarden - 23,8 Prozent weniger als bislang prognostiziert.

Befragt wurden unter anderem Smartphone-Nutzer in den USA zur Verwendung von Adblockern auf Desktop- und Mobilgeräten. Dabei kam auch heraus, dass Mobile-Pop-ups als deutlich schlimmer empfunden werden als Fernsehspots.

Über Medium.com gibt Optimal.com auch ein paar Tipps, was Online-Werber machen könnten, um der Adblocker-Krise entgegenzuwirken: Zum Beispiel Transparenz beim Targeting und "Weniger ist mehr".

von Susanne Herrmann - Kommentare Kommentar schreiben