Das Ende von Pokemon Go und der Beginn einer Künstlichen Welt via KI
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Das Ende von Pokemon Go und der Beginn einer Künstlichen Welt via KI

Es ist nur ein paar Wochen her, da las man über Pokémon  Go nur Positives: Heißer als Tinder wurde die App gehypt. Doch die Downloadzahlen sinken, die App soll 15 Millionen aktive Nutzer verloren haben. Und jetzt: "Dass in der nächsten Zeit einige standortbasierte Spielekonzepte erwartet werden, macht es wahrscheinlich, dass Pokémon Go so schnell geht, wie es kam" schreibt Bernadette Brown von den Social Bakers. Stellt sich die Frage, was "schnell" bedeutet. Zurzeit zählt Pokémon Go ungefähr 30 Millionen täglich aktive Nutzer. Und selbst wenn die Massen weg sind, bleibt häufig je nach Spiel eine kleinere oder größere Menge treuer Fans und spielt weiter. Hersteller Niantic hat es in der Hand, diese kleinere Schar mit neuen Funktionen zu begeistern und bei der Stange zu halten. Marketing-Abteilungen, die darüber nachdenken, in Pokémon Go aktiv zu werden,  können dann überlegen, ob die Zielgruppe noch groß genug ist, damit sich die Mühe lohnt. Oder ob sich vielleicht gerade dank der geschrumpften Spielerzahlen eine klarere Zielgruppe herauskristallisiert, die ein Engagement bei Pokémon Go interessant macht.

Bei Werbevideos auf Youtube dagegen sind menschliche Schicksale der große Magnet: ein Anwalt, der als Stuntman im Zirkus arbeitet. Ein muslimisches Hiphop-Frauen-Duo. Ein Blinder, der zum erfolgreichen Martial-Arts-Kämpfer wird. Wir wollen sehen, wie sich Außenseiter behaupten – und damit vielleicht ein bisschen aus unserem eigen Leben ausbrechen. Was diese Filme erfolgreich macht? Professionelle Filmemacher. Flexibilität beim Dreh. Passende Musik. "Widerhaken" in der Geschichte, die beim Zuschauer in Erinnerung bleiben. Eigentlich ganz einfach.

Neben Games und Youtube sind natürlich Facebook und Whatsapp wichtige Bausteine auf unserem Smartphone und damit in unserem Leben. Facebook will nun zum Wohle aller Marketer weitere Daten verknüpfen: Künftig sollen die Telefonnummer des Whatsapp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden - ein weiterer Schritt von Facebook Richtung relevanterer Werbung. Vielleicht ist das auch schon ein Schritt Richtung Operationalisierung mit Chatbots und KI.

A propos KI alias Künstliche Intelligenz: Wer sich schon mal auf die Dmexco vorbereiten will, dem empfehle ich Karl Olsbergs Roman "Mirror" Die Menschen in diesem Roman leben in einem System, in dem ihr Körper ständig von einer Kamera gefilmt wird und ihre Körperfunktionen überwacht werden. Durch einen Knopf im Ohr kommuniziert eine künstliche Intelligenz mit ihnen und hebt sie in eine virtuelle Welt ihres eigenen Ichs. Auch wenn es nur ein Roman ist - die ein oder andere Idee zum Thema Künstliche Intelligenz wird sicherlich auch auf der Dmexco vorgestellt.

 

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