Da kann das Marketing was lernen: der 1. April und seine Geschichten
© Foto:Creative Collection

Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Da kann das Marketing was lernen: der 1. April und seine Geschichten

Diese Woche war nicht nur kurz, sondern auch kurzweilig. Schließlich war am Mittwoch der 1. April. Und da gehen traditionsgemäß ein paar sehr unterhaltsame Meldungen online. Zu den Highlights gehörten der Selfie Shoe, mit dessen Hilfe wunderbare Selfies gelingen sollen (schließlich ist ein Bein länger als ein Arm) oder der neue Kia, dessen Motor man per Augenerkennung mit einem Lächeln starten können soll. Rittersport hat den 3Drucker für Schokolade im Angebot. Und alle Katzenhasser durften sich über eine Meldung der FAZ freuen: Die beliebten Katzenvideos sollen aus dem Netz verbannt werden, weil sie zu viel Datenvolumen kosteten. So mancher Werber wünscht sich wohl ähnlich viel Aufmerksamkeit für seine Botschaften wie sie die Aprilscherze erfahren haben. Und so pokerte auch Amazon mit dem 1. April und launchte den "Dash Button" ganz bewusst am 31.3.: Ein Meisterstück der Echtzeitwerbung. Und was lernen wir daraus? Gutes Storytelling und spannender Content sind heute ein Muss.

YouTube: mit Alltagsgeschichten zum Star werden

Gute Stories erzählt Lilia Weirich. Sie soll ein Youtube-Erzähltalent sein. Ihr Thema: Barbie & Ken im Weltall. Ob sie damit den Web-Oscar, also den Deutschen Webvideopreis der European Web Video Academy (EWVA) bekommt, wird man sehen. Agenturen tun auf jeden Fall gut daran, schon mal die "Jungstars" zu sichten. Youtuber wie Mohamed Satiane, genannt Momo, haben Hunderttausende Fans. Auch Comedytrio von Y-Titti (3,1 Millionen Abonnenten) oder LeFloid, der Nachrichten kommentiert (gut 2,4 Millionen Abonnenten) sind jung und haben Reichweite. Ein Traum, wenn sich diese jungen Selbständigen mit ihren Stories als Testimonial gewinnen lassen.

Curator: Twitter setzt auf Storytelling

Guter Content ist heute unabdingbar. Das predigen Werber und Agenturen unisono. Damit guter Content von Marketern auch identifiziert werden kann, hat Twitter das passende Tool vorgestellt. Mit Curator launcht Twitter ein Storytelling-Tool, mit dem Publisher Twitter-Inhalte recherchieren, filtern und in ihre eigenen Angebote einbinden können. Dabei steht nicht die Analyse im Nachhinein im Mittelpunkt, so wie das viele CRM-Systeme machen. Vielmehr geht es darum, für Live-Berichterstattungen Tweets in Echtzeit zu finden und für die Berichterstattung zu nutzen. Da lebt die Kommunikation. Von einem für alle.

Ganz persönlich kommunizieren dagegen kann man jetzt mit dem Messenger Whats App. Für Android-Nutzer wurde nämlich die langersehnte WLAN-Telefonie freigeschaltet. Bislang zwar ohne Bildübertragung. Aber um Freunden eine Geschichte zu erzählen, reicht das ja.

Da kann das Marketing was lernen: der 1. April und seine Geschichten

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht