Die Comedy-Rocket-Hautptcast samt den Gästen Michael Keseroglu und David Anschütz.
Die Comedy-Rocket-Hautptcast samt den Gästen Michael Keseroglu und David Anschütz. © Foto:RTL

Webcomedy | | von Ralph-Bernhard Pfister

Comedy Rocket: Lachen über und mit Youtubern

Von "RTL Samstag Nacht" zu Comedy Rocket, von den als Kult geltenden "Kentucky schreit ficken"-Sketchen zum "Pornopausenclown"-Clip. So abwegig ist die Entwicklungskurve nicht, die RTL für sein neues Portal Comedy Rocket skizziert. Denn das neue Portal mit eigens fürs Web produzierten Comedyclips, bei dem Web-Comedian Daniele Rizzo und das Team aus Nachwuchstalenten (Julius Dombring, Pia Stutzenstein, Karmela Shako) mit Gästen für "jungen Humor ohne Respekt mit Bezug zu Web- und Popkultur" stellt die Mediengruppe in die Tradition ihrer Comedy-Programme.

Das Webportal stellt dabei einen Schritt auf das Youtube-Publikum zu dar, gleichzeitig wird die Webkultur aber auch auf die Schippe genommen - mit Formaten wie "Brennpunkt Youtuber-Schule". "Humor ist ein breites Thema und wir sprechen mit dem Mix an Themen und Gags relativ breite Zielgruppen an", sagt Marc Schröder, Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe und Geschäftsführer von RTL Interactive. Angebote wie das US-Portal Funny­OrDie zeigten, dass die Zielgruppe webtypisch eher männlich, jünger, aber auch gebildet und nicht nur wie bei Youtube ex­trem jung sei.

Dennoch soll natürlich auch das Youtube-Publikum angesprochen werden. Dafür nützlich dürften auf dem Videoportal erfolgreiche Gesichter wie Sarazar oder Oobacht sein, die als Gäste mitspielen. Auch Schauspieler und Nachwuchstalente treten als Gäste auf. Zu den Eigenproduktionen kommen Videos von Golden Moustache hinzu, einem Web-Comedy-Projekt des französischen Schwestersenders M6. Und weitere Inhalte wie Bildergalerien und Videos, die das ebenfalls zu RTL gehörende Portal Clipfish beisteuert.

Der Hintergrund für webexklusiv produzierte Späße ist ein durchaus ernster. RTL wie auch ProSiebenSat.1 (mit Studio 71) wollen dranbleiben an der jungen Bewegtbildzielgruppe, die es mit TV nicht mehr so hat. Verquere Späße liegen bei Youtube & Co. hoch im Kurs. Aber nicht nur Publikum lässt sich so finden und idealiter binden. Für die Senderkonzerne stellen ihre Web-Produktionen gleichzeitig auch einen Weg dar, um Talente zu entdecken. Die tummeln sich im Netz und wären auch im TV gefragt, erst recht, falls sie Publikum mitbringen. Und auch der nächste Mario Barth könnte auf Youtube sein.

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