App Messenger | | von Irmela Schwab

Chatvertising statt Advertising

Nach einigen ersten Gehversuchen setzen in den USA und in China immer mehr Brands auf Messenger Apps wie Kik, Snapchat, Tango & Co., um sich mit ihren Konsumenten auszutauschen.

Gerade bei jungen Usern sind die Apps beliebt: Zum Beispiel sind gut 80 Prozent der Kik-User unter 22 Jahre alt. Damit Werbung auf den sozialen Plattformen ankommt - so weiß man unter dem Stichwort "Native Advertising" schon seit längeren - sollte sie sich möglichst nahtlos an den Kommunikationstil der Freunde untereinander anschmiegen und auch in ihrer Form den persönlichen Chats ähneln.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet arbeitet Kik derzeit an einem Chat Bot, einer Art Kommunikatonsroboter, der eigenständig Gespräche führen kann und dadurch ständig weiter dazu lernt. Statt automatisierten Push-Nachrichten auf gut Glück soll es also solche geben, die tatsächlich mit dem Individuum kommunizieren und ihm nützliche Informationen und Problemlösungen anbieten. Gelingt das, ist in der Tat viel Musik im Chatvertising-Markt.

Bisher ist das Chat Bot von Kik allerdings recht simpel. Diejenigen, die über das Kik-Team selbst geführt werden, unterhalten sich über Witze, während die Marken-Bots einfach noch mehr Content zum Kunden schicken.

In Deutschland steht die Werbeeinbindung in Messenger Apps noch ganz am Anfang. Auf WhatsApp, die mit rund 30 Millionen Usern die beliebteste App hierzulande ist, ist Werbung nicht vorgesehen, wie Mark Zuckerberg jüngst betont hat. Momenten will der Facebook-Chef vor allem die Werbeeinnahmen seines Netzwerks maximieren: Wie Kenshoo in seinem aktuellen Report zeigt, sind die Kosten von Werbeanzeigen auf der Plattform im Vergleich zum vorigen Quartal um 21 Prozent gestiegen.

Chatvertising statt Advertising

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