Yvonne Göpfert war auf der Hubspot-Konferenz in Boston.
Yvonne Göpfert war auf der Hubspot-Konferenz in Boston. © Foto:Yvonne Göpfert

Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Besserer Content ist günstiger

Attract. Engage. Delight. Zu Deutsch: anlocken – zu einer Aktion bewegen – glücklich machen – so lautet das aktuelle Mantra im Marketing. Das funktioniert aber nur, wenn Unternehmen sich nicht auf die reine Produktion von Content fokussieren, sondern den Mehrwert für den Kunden über den Content stellen. Masse statt Klasse! Das spart übrigens auch noch Marketing-Budget - getreu dem Pareto-Prinzip, dass 20 Prozent der Anstrengung 80 Prozent des Erfolgs garantieren. Bei dem Marketing-Plattformanbieter Hubspot ist es sogar noch krasser: Hier erzeugen 20 Prozent der Posts 93 Prozent der Leads, verrät Hubspot-Gründer und CEO Brian Halligan.

Guter Content: Die Nöte des Kunden erkennen

Die Konsequenz für Marketer: weniger Content produzieren, mehr auf Qualität achten. Denn besserer Content funktioniert auch besser. Doch was bedeutet Qualität eigentlich? Nichts weniger als sich in den Kunden hineindenken, seine Sorgen und Nöte erkennen und einen Weg finden, ihm diese Nöte zu nehmen, ihm Lösungen zu bieten und ihn mit den richtigen Informationen oder dem richtigen Produkt zu erfreuen.

Denn im Zustand der Freude und Beglückung kauft es sich einfach leichter. Nun sind die besten Verkäufer nicht die Menschen, die am meisten Bohei machen. Interessanterweise sind es die Mitarbeiter, die anderen mit Tipps weiterhelfen, die das Zeug zum Verkäufer des Monats haben. So verkauft der Kundenservice ganz en Passant in manchen Unternehmen fast genauso viel oder vielleicht sogar etwas mehr als der eigentliche Vertrieb. Unternehmen müssen also dem Kunden helfen, wann er will, wo bzw. über welchen Kanal er will und zu welchem Thema er will.

Das bringt noch eine zweite Herausforderung für Werbungtreibende mit sich: Da sein, wo der Kunde ist. Hubspot hat zum Beispiel festgestellt, dass 13 Prozent der potenziellen Kunden, die über ein Formular auf der Website mit Hubspot in Kontakt treten, zum Kunden konvertieren. Bei Kontaktaufnahme über den Messenger explodiert die Rate auf 20 Prozent.

Fazit

Wer sich also Mühe gibt und nicht nur viel Schaum produziert sondern den Schaum auf das Problem abstimmt, wird erfolgreicher sein. Die Schwierigkeit liegt darin das richtige Maß herauszufinden. Doch das Marketing ist ja dafür bekannt, mit A/B-Tests genau solche Fragen zu lösen.

Besserer Content ist günstiger

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