Gibt per Email seine Haltung zu Donald Trumps Einwanderer-Stopp kund: Ride-Sharing-Service Lyft.
Gibt per Email seine Haltung zu Donald Trumps Einwanderer-Stopp kund: Ride-Sharing-Service Lyft. © Foto:LEAD digital

Trump-Proteste | | von Irmela Schwab

Airbnb, Lyft und Budweiser: Wie Social Media Werte verteidigt

Mit Social Media ist alles möglich. Die Verständigung einer Community, der gesamten Welt. Ende Januar schickten die Gründer des Fahrdienstes Lyft, John Zimmer und Logan Green, eine personalisierte Email an ihre Abonnenten. "Wir haben Lyft als eine Art Community geschaffen, die Vorbild für unsere Welt sein soll: divers, integrativ und sicher."

Doch am Wochenende zuvor hatte der neue US-Präsident Donald Trump einen fetten Strich durch den Wertekatalog des Social Sharing-Diensts gemacht. Flüchtlinge, Immigranten, sogar Menschen die bereits lange in den USA leben, aber ursprünglich aus Nahost-Staaten kommen, sind nicht mehr willkommen. "Wir sind gegen diese Bestimmung und werden keine Ruhe geben, solange die Werte unserer Community bedroht werden", so Lyft weiter.

Gesagt, getan: In den kommenden vier Jahren wolle Lyft deramerikanischen Bürgerrechtsunion eine Million Dollar spenden, um die Verfassung zu verteidigen.

Als Uber einen Taxi-Streik in New York brach, bei dem Fahrer gegen den Trumpschen Beschluss demonstrierten, entlud sich einen Shitstorm über Uber. Dem Aufruf #Delete Uber folgten zahlreiche Uber-Nutzer. Zur Freude des Konkurrenten Lyft.

Brian Chesky, CEO des Home-Sharing-Services Airbnb hat stets gesagt, dass Social Media die Welt zu einem besseren Platz macht. Nun zeigt er, dass er es auch so gemeint hat: In inzwischen mehreren Tweets verkündete er, dass er mit dem Ausschluss von Menschen einer bestimmten Herkunft oder Glaubens nicht einverstanden ist - und bot freie Unterkunft für Betroffene an.

Selbst Budweiser trifft den richtigen Ton - obwohl der US-Getränkehersteller so gesehen kein "Beer Sharing-Service" ist. Oder wissen konnte, was Trump im Sinn hatte, als er seinen Spot für den Super Bowl Anfang Februar produzierte. Im 60-sekündigen Spot geht es um Einwanderer und ihren großen Wert für die USA: Der Deutsche Adolphus Busch, Co-Gründer der Dachmarke Anheuser-Busch InBev, kämpft auf seiner Reise in die USA Mitte des 20. Jahrhunderts gegen zahlreiche Widerstände. Das stürmische Meer, die Fremdenfeindlichkeit und brennende Mississippi-Dampfer.

Endlich in St. Louis angekommen trifft er seinen ebenfalls aus Deutschland emigrierten Co-Gründer und späteren Schwiegervater Eberhard Anheuser. Gemeinsam schaffen sie die größte und bekannteste Brauerei der USA. Der Claim: "When nothing stops your dream this is the beer we drink".

Airbnb, Lyft und Budweiser: Wie Social Media Werte verteidigt

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