Lesetipp | | von Franziska Mozart

Airbnb auf dem Weg zum Mainstream

Airbnb begann 2014 damit, die Marke gezielt auch in Deutschland aufzubauen und warb erstmals außerhalb seines Heimatlandes USA. Die Agentur Pereira & O'Dell entwickelter den 60-Sekünder "Views", der im Kino lief, außerdem gab es Werbung in digitalen Kanäle und im Out-of-home-Bereich. Dazu kam noch die Kampagne für das neue individualisierbare Logo, das einige User an Geschlechtsorgane erinnert und entsprechend für Aufmerksamkeit sorgte.

Doch all diese Maßnahmen hatten offenbar Erfolg. "Airbnb ist kein Nischenphänomen mehr", sagt Julian Trautwein, der Kommunikationschef von Airbnb im deutschsprachigen Raum, im lesenswerten Interview mit Daniel Weissleder, Projektmanager Online und Social Media bei Oliver Schrott Kommunikation. Laut Trautwein sind schon mehr als 26 Millionen Gäste mit Airbnb verreist und haben dafür inzwischen mehr als eine Million angemeldete Unterkünften zur Auswahl.

Allerdings bringt der Erfolg auch neue Probleme: "Wir sind sehr schnell gewachsen, und das Konzept der Sharing Economy ist ein neues Phänomen, das häufig als disruptiv verstanden wird", so Trautwein. Entsprechend hatte Airbnb 2014 auch mit negativer Presse zu tun. Dem Hotel-Schreck wird immer wieder vorgeworfen, für steigende Mieten in beliebten Metropolen mitverantwortlich zu sein. In New York etwa schmiss das Portal Anbieter von seiner Seite, die teilweise Hunderte Apartments anboten. Für Deutschland ging das Portal kürzlich in die Kommunikationsoffensive. "Airbnb hat keinen signifikanten Einfluss auf den Berliner Wohnungsmarkt", sagte Europa-Chef Christopher Cederskog gegenüber der "FAZ" und führte eine Studie an, wonach in Berlin über Airbnb 1.075 Wohnungen an mehr als 120 Tagen im Jahr vermittelt würden. Das entspräche nur 0,06 Prozent aller Berliner Wohnungen. 

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