Marius Darschin ist Leiter Content Strategie bei Territory.
Marius Darschin ist Leiter Content Strategie bei Territory. © Foto:Marius Darschin

Content goes Branding | | von Marius Darschin

5 Punkte für den Markenaufbau mit Content Communication

Zu lang geratene Spots auf Youtube, animierte GIFs, Infografiken oder doch die 100-seitige Unternehmensbroschüre? Die Definition von Content Communication und Content Marketing bleibt für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Und das, obwohl 77 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz Content Marketing zu Branding-Zwecken einsetzen, wie eine aktuelle Studie der Gruner + Jahr-Tochter Ligatus zeigt. Aber wie setzt man tatsächlich Content Communication erfolgreich für eine Marke ein?

1.

Taktik: Machen Sie einen langfristigen Plan.

Entscheidend für den Brand-Building-Erfolg von Content Communication ist ein langfristig geplantes Budget und die richtige Aufstellung im Unternehmen.

Wer ausschließlich auf schnelle Klicks und Likes aus ist und denkt, dass humorvoller, aktivierender Content genügt, verspielt Markenbildungspotenzial. Dabei bietet Content so viel mehr. Qualitativ hochwertiger Content bindet den Konsumenten langfristig mit ein und lässt Dialog zu. Dazu bedarf es jedoch der richtigen Vorbereitung: ein langfristig geplantes Budget, die richtige Aufstellung innerhalb des Unternehmens sowie eine „Content to results”-Planung mit gewissenhafter Content-Beratung.

2.

Transparenz: Bleiben Sie sichtbar.

Mangelnde Transparenz schadet der Marke.

Viele Unternehmen schädigen ihre Marke, indem sie sich nicht klar als Absender einer Botschaft zu erkennen geben – während sie gleichzeitig in der klassischen Werbung das Logo nicht groß genug haben können. Dies ist gleich mehrfach falsch gedacht: Welche Marke möchte schon Geld für Branding ausgeben, ohne sich selbst zu zeigen? Zudem ist der moderne Konsument schlauer als oftmals angenommen: Ein kurzer Check bei Google und die wahre Absicht ist enttarnt. Doch darin liegt auch eine Chance: Konsumenten wollen mehr über die Marken erfahren, die sie kaufen oder kaufen wollen: von den Produktionsbedingungen über die Menschen hinter dem Produkt bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Einstellung eines Unternehmens. Transparentes, gut umgesetztes Content Marketing bietet immer wieder die Möglichkeit für Unternehmen, ihre Geschichte(n) zu erzählen.

3.

Themen: Finden und besetzen Sie Ihr Territorium.

Nur ein Thema, das zur Marke passt, führt zu glaubhaftem Content Marketing.

In jedem Unternehmen und jeder Marke stecken Geschichten wie wahre Schätze. Diese gilt es zu heben und in ein übergreifendes, zielgruppenrelevantes und langfristig umsetzbares Themenfeld zu bringen: Von Sales und Best Customer Marketing über Employer Branding bis hin zur internen Kommunikation können die wertvollen Inhalte aus dem „Contentsteinbruch“ des Unternehmens genutzt werden.

4.

Tugenden: Vertrauen Sie auf die Arbeitsweisen des Journalismus.

Es bedarf der Tugenden, Arbeitsweisen und Ideale des Journalismus, um im Bereich der Content Communication einen erkennbaren Unterschied im Markt zu erreichen.

Über eine frequente Vermittlung von journalistisch hochwertigem Content können Unternehmen ihr individuelles Themenfeld belegen und sich damit von der Masse der Konkurrenz abheben, die bei ihrer kreischenden "Noch sauberer"-, "Noch schneller"- oder "Jetzt neu mit Kirschgeschmack"-Kommunikation bleibt. Dabei gilt es, auf die Umsetzung durch Spezialisten zu vertrauen, die wissen, mit welchen Inhalten, auf welchen Kanälen man die richtige Zielgruppe erreichen kann. Schließlich gilt es, sich gegenüber einer Vielzahl von Kommunikationsangeboten durchzusetzen – und eben den Unterschied auszumachen, der letztendlich zum Markterfolg führt.

5.

Teamplay: Bilden Sie ein Team aus Content und Werbung.

Content Marketing wird die klassische Werbung nicht ablösen!

Content als eine neue Möglichkeit der Marken, sich zu positionieren und für den Konsumenten relevant und interessant zu werden, braucht zunehmend neue und schlaue Vernetzungen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das geht nicht ohne die Elemente der klassischen Kommunikation. Ergo sollten sich Content Communication und klassische Werbung gegenseitig ergänzen. Somit kann man die gefühlt ewige Diskussion zwischen Werbern und Content-Marketing-Experten guten Gewissens für beendet erklären.

Der Autor: Marius Darschin ist Leiter Content Strategie bei der Gruner+Jahr-Tochter Territory. Der diplomierte Kommunikationswirt kennt beide Seiten des Geschäfts: Er arbeitete u.a. bei Ogilvy und Leo Burnett, war als Head of Brand Strategy und Communication bei Opel und leitete das Frankfurter Hirschen-Büro, ehe er zu Territory wechselte.

5 Punkte für den Markenaufbau mit Content Communication

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht