Social Media Rezensionen | | von Annette Mattgey

500 Dollar Strafe für jede Yelp-Nörgelei? Netz verspottet Hotel

Die Geschäftsbedingungen des Union Street Guest House haben im Netz für Aufruhr gesorgt: Hochzeitspaare sollten für negative Kommentare ihrer Gäste 500 Dollar Entschädigung zahlen. Das Hotel liegt in der Stadt Hudson zwischen New York und Boston und erklärt im Internet ausführlich, wie es sich das Zusammentreffen mit Gästen vorstellt. Die Bestimmungen lesen sich so, dass man schon beim Lesen die Lust verliert zu kommen.

Zum Umgang mit Social Media, insbesondere Plattformen wie Yelp, haben die Hotelbesitzer recht ausgefallene Vorstellungen. So schreiben sie in der Rubrik "Events & Wedding":

Please know that despite the fact that wedding couples love Hudson and our inn, your friends and families may not. If you have booked the Inn for a wedding or other type of event anywhere in the region and given us a deposit of any kind for guests to stay at USGH there will be a $500 fine that will be deducted from your deposit for every negative review of USGH placed on any internet site by anyone in your party and/or attending your wedding or event. If you stay here to attend a wedding anywhere in the area and leave us a negative review on any internet site you agree to a $500 fine for each negative review.

Über den ungewöhnlichen Passus berichteten parallell die New York Post und Business Insider. Jetzt scheint das Hotel zurückzurudern. Aktuell ist von den Strafzahlungen nichts mehr zu lesen. Stattdessen bitten die Hotelbetreiber nun um Verständnis, dass es sich bei dem Gebäude um ein historisches Gemäuer handelt und dass die Hochzeitsveranstalter ihren Gästen dieses besondere Flair erklären sollen. Man sei nun mal kein "Marriott-Hotel".

Mit Bewertungen hat das Union Street Guest House generell Probleme. Sowohl bei Facebook ("Mein Zimmer roch wie eine alte Vagina") als auch bei Yelp häufen sich die negativen Kommentare auf den Hotel-Pages. Dort mehren sich seit gestern auch die Kommentare, die das Hotel gründlich veräppeln: So erzählt ein Nutzer, er habe 600 Dollar zahlen müssen, weil er so einen langen Namen hat, Extra-Gebühren gäbe es auch für Linkshänder und fürs Sprechen, ohne  angesprochen zu sein. Ehemalige Hochzeitsgäste berichten, sie hätten die Geschäftsbedingungen für Hochzeiten nicht aufmerksam gelesen, so dass ihnen der Passus zum "Ius prima noctis" entgangen sei.

Was sich die Gäste jetzt wünschen, fasst einer der Facebook-Kommentatoren so zusammen: "Vielleicht sollten Sie versuchen, gute Rezensionen zu bekommen, indem Sie sich Mühe geben und guten Service anbieten. Bloß so ne Idee."

500 Dollar Strafe für jede Yelp-Nörgelei? Netz verspottet Hotel

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(1) Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht