Bayern | | von Annette Mattgey

Nur drei Prozent aller Unternehmen nutzen Google Analytics datenschutzkonform

Die Ausbeute des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht war wirklich mager: Nur 78 von 13.404 untersuchten Websites wenden die Tracking-Software Google Analytics korrekt an. Die Behörde hat die Webseiten bayerischer Unternehmer genauer unter die Lupe genommen und geprüft, ob sie den Übereinkünften zum Datenschutz nachkommen. So sollten Webseiten, die Google Analytics anwenden unter anderem mit Google einen schriftlichen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung schließen.

Noch erschreckender als die mageren drei Prozent sich korrekt verhaltender Unternehmen ist allerdings das mangelnde Interesse am Tracking. Die Manager haben offensichtlich keine Ambitionen, das Verhalten ihrer Nutzer und damit potenzieller Kunden zu studieren. 82 Prozent der Webseiten (also 10.955) wenden Google Analytics nicht an. 2.449 Webseiten bayerischer Anbieter sind bei Google Analytics registriert, nur 78 verhalten sich datenschutzkonform. Die restlichen will die Behörde nun anschreiben und sie auffordern, den Einsatz des Programms den Richtlinien gemäß anzupassen. "Wir sehen das als Beitrag zur Qualitätssicherung für die Unternehmen einerseits und die Sicherstellung des Schutzes der allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Nutzer andererseits an", so Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht. Wer seine Website überprüfen lassen möchte, kann eine Mail an onlinepruefung@lda.bayern.de schicken mit seiner URL als Betreffzeile.

Hintergrund der Überprüfung sind die Vereinbarungen, die der so genannte Düsseldorfer Kreis im vergangenen Jahr mit Google getroffen hat. Das Gremium setzt sich aus Vertretern der Aufsichtsbehörden zusammen. Firmen die Google Analytics datenschutzkonform anwenden wollen, sollten beachten:

- dass sie mit Google schriftlich einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abschließen

- dass die Daternschutzerklärung auf der Webseite auf Google Analytics hinweist und Möglichkeit zum Widerspruch bietet und

- dass die Anonymisierungsfunktion im Quellcode eingebunden ist. 

Nur drei Prozent aller Unternehmen nutzen Google Analytics datenschutzkonform

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