Bildkommunikation | | von Irmela Schwab

"Besser eine gut zusammengestellte Infografik als zehn schlechte"

Facebook, Pinterest, Fancy und Tumblr bieten große Chancen für Marken, über Bilder zu kommunizieren. Doch die Kunst liegt darin, nicht nur einfach ein Bild hochzuladen und zu warten was passiert, sondern den viralen Effekt gleich in eine fundierte Strategie einzubetten. Voraussetzung dafür ist zuallererst Qualität, urteilt Mark Mitchell im Interview mit LEAD digital. Laut dem Social Media Director von My Social Agency in London bergen sorgfältig ausgewählte sowie gebrandete Bilder und datenintensive Infografiken enormes Potenzial fürs Unternehmens-SEO.  

Studien haben herausgefunden, dass Social Media-User am liebsten Bilder und Infografiken teilen. Wie können Brands von dem Trend profitieren?

Brands können vom Image Sharing-Trend ganz einfach profitieren, indem sie ihm mehr Wichtigkeit beimessen. Dazu gehört beispielsweise, eigene qualitativ hochwertige Bilder mit einem Unternehmenslogo zu versehen. Wenn Unternehmen ihre Kunden oder Blogger dann dazu auffordern, ihre Bilder weiterzuteilen - und das tun sie! - erzielt die Firma über jeden Share eine neue Exposition für ihr Logo. Die Emotionen, die über das Bild vermittelt werden, übertragen sich dabei auf die Marke. Eine ebenso gute Strategie für Brand-Awareness zu sorgen, ist es, eine Infografik zu erstellen. Damit der virale Effekt möglichst hoch ausfällt, sollte ein Unternehmen bei der Erstellung viel Zeit und Mühe aufwenden, um die interessantesten Daten zu zeigen. Über gut gemachte Infografiken können Unternehmen ihr SEO-Ranking spielend aufpolieren. Mein Tipp: Unternehmen sollten die Infografik auf ihre eigene Website stellen und dann über einen im Embedded Code integrierten Link andere Websitenbetreiber zum Teilen auffordern. 

Wie sollten Bilder und Infografiken aussehen, damit ihre Reise durchs Social Web möglichst lang und aufmerksamkeitsstark ausfällt?

Ein Kommunikations- oder Marketingmanager sollte ein Bild - über eine Bildagentur oder aus dem eigenen Fotopool - sorgfältig aussuchen, und dabei immer an das Share-Potenzial denken. Er sollte sich fragen: Sind die Menschen auch wirklich interessiert daran, was ich ihnen über das Bild mitteile? Auch bei Infografiken geht es um qualitativ hochwertige Daten und bestes Design. Dabei gilt: Eine gut zusammengestellte Infografik pro Jahr ist besser als zehn schlechte. 

Auf welchen Plattformen sollten die Bilder kursieren?

Mit seiner optisch aufgewerteten Timeline hat Facebook die Nase vorn. Weil das Portal nun verstärkt nach Bildern ausgerichtet ist, profitiert auch jeder Post von einem ansprechenden Bild. Mein Tipp an Unternehmen: Ladet das Bild über Instagram hoch und verteilt die Bilder über alle Plattformen. Das Cross-Platform-Publishing hat große Effekte auf den SEO und die Brand-Awareness.

Ist Pinterest als Bilder-Sharing-Plattform nicht eine der wichtigsten Anlaufstellen für Bilder?

Pinterest ist eine großartige neue Seite für Bilder - allerdings werden Bilder dort anders als auf anderen Social Portalen präsentiert. Handelsprodukte werden über Pinterest vor allem dann viral, wenn sie Deals und Gewinnspiele bereithalten.

Müssen die gleichen Bilder für unterschiedliche Plattformen verschieden aufbereitet werden?

Wenn ein Unternehmen Image-Sharing auf die nächste Stufe heben möchte, sollte es seinen Content tatsächlich für jede Plattform maßgeschneidert anbieten. Dazu kann ein Test-Bild gepostet werden, um zu beobachten wie es auf der Plattform dargestellt und abgerufen wird. Darüber kann das Unternehmen dann Rückschlüsse auf die optimale Bild-Größe für die jeweilige Plattform ziehen und alle künftigen Bilder darauf anpassen. 

Mehr zum Thema Bildkommunkation lesen Sie in LEAD digital Nr. 21 (ET: 18. Oktober 2012).

"Besser eine gut zusammengestellte Infografik als zehn schlechte"

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