Usability | | von Annette Mattgey

Zehn Ideen für bessere Usability

Spaß ist das Kriterium, ob Produkte und Dienstleistungen gut ankommen. Dass sie fehlerfrei funktionieren, ist selbstverständlich. Auch im Geschäftsumfeld wird eine gute Verpackung erwartet. Diese gute Verpackung beginnt bereits bei dem Online-Auftritt Ihres Unternehmens, erklärt Professor Simon Nestler und gibt Tipps, wie Sie Ihre Webseite ansprechender gestalten. 

Die Webseite ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens. Kunden verschaffen sich hier einen ersten Eindruck. Die Gestaltung lässt direkte Rückschlüsse auf Ihr Unternehmen zu. Der Begriff „Gestaltung“ umfasst dabei weit mehr als das visuelle Design. Denn Ihre Webseite ist ein interaktives Medium. Ein positives Erlebnis schaffen Sie also nur durch einen gelungenen Interaktionsprozess.

Ihre Kunden kommen in der Regel auf Ihre Webseite, weil sie ein bestimmtes Bedürfnis haben. Ein effizienter Online-Auftritt reduziert den Aufwand für die Stillung dieser Bedürfnisse. Je besser Sie die Bedürfnisse Ihrer potentiellen Kunden kennen, umso besser können Sie diese erfüllen. Wer Bedürfnisse besonders gut erfüllt, bleibt zudem bei den Besuchern in positiver Erinnerung. Ihre Benutzer erwarten darüber hinaus, dass Sie sich Ihren Bedürfnissen auf die passende Weise nähern. Oder anders ausgedrückt: Benutzer erwarten, dass Sie Ihre Bedürfnisse auf intuitive Weise erfüllen. Doch wie kann das ganz praktisch aussehen?

Zehn Ideen für bessere Bedienbarkeit:

Idee 10: Animation.

Animationen sind eine gute Möglichkeit, um auf interessante Inhalte aufmerksam zu machen. Ein Beispiel, das diese Idee besonders gut umsetzt ist WebMD - eines der größten Gesundheitsportale. Schauen Sie sich diese Webseite an, und erleben Sie, wie Animationen Ihre Neugier wecken.

Idee 09: Metaphern.

Durch anschauliche Begriffe können Sie Klarheit schaffen. Eine Webseite, die Metaphern ganz gezielt einsetzt ist Amazon. Die anschaulichen Metaphern helfen Ihnen, die Prinzipien des Online-Einkaufs zu verstehen.

Idee 08: Sprachwahl.

Verständliche Formulierungen helfen Ihnen bei der gezielten Vermittlung von Inhalten. Schauen Sie sich dazu das Beispiel AdScale  an. Die einzelnen Erläuterungen geben Ihnen einen guten Überblick über Ihre Möglichkeiten.

Idee 07: Hilfe.

Eine gute Hilfe unterstützt Ihre Besucher bei Problemen. Besonders gut umgesetzt wurde die Hilfe bei Ricardo. Ein interaktiver Hilfeassistent steht Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite.

Idee 06: Expertenfunktionen.

Durch Spezialfunktionen steigern Sie die Effizienz von Power-Nutzern. Auf Google finden Experten vielfältige Möglichkeiten, um die Suche zu verfeinern. Gleichzeitig werden Einsteiger aufgrund der guten Integration nicht verwirrt.

Idee 05: Navigation.

Ein gut strukturierter Überblick vereinfacht die Benutzung. Der DAAD gruppiert seine Inhalte mit einer sehr übersichtlichen Navigationsstruktur. Struktur ist ein wichtiges Instrument, um die wahrgenommene Komplexität zu reduzieren.

Idee 04: Zielgruppen.

Wenn die Besucher klare Ziele haben, können Sie diese Ziele unterstützen. Die Fakultät für Informatik der Technischen Universität München berücksichtigt daher verschiedene Zielgruppen. Diese Unterscheidung hilft bei der besseren Fokussierung auf die verschiedenen Ziele.

Idee 03: Erinnerungen.

Wer Bedürfnisse besonders gut erfüllt, bleibt in positiver Erinnerung. Die Europäische Union verfügt über eine eigene Kinderseite. Aufgrund dieses besonderen Angebots werden sich Kinder gerne an diese Webseite erinnern.

Idee 02: Prozesse.

Indem Sie wichtige Abläufe unterstützen, steigern Sie die User Experience. Die AXA Versicherung unterstützt die Ermittlung des Versicherungsbedarfs. Mit solchen Unterstützungen lassen sich Besucher auch durch komplexe Systeme führen.

Idee 01: Experten.

Sprechen Sie mit Experten bei Branchentreffs, Seminaren und Workshops, um weitere Tipps zu erhalten.

Hier nochmal mit visuellen Beispielen:

Prof. Dr. Simon Nestler ist Professor für Praktische Informatik an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Unter http://www.plustwo.de bietet er Schulungen zu Usability, User Experience und Bedienbarkeit an. Bereits seit acht Jahren beschäftigt er sich mit Mensch-Computer-Interaktion. Er ist Mitglied der German UPA, dem Berufsverband der Usability Professionals und der User Experience Professionals.

Zehn Ideen für bessere Usability

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