Jeder vierte PC kommt von Lenovo.
Jeder vierte PC kommt von Lenovo. © Foto:Lenovo

Gartner-Zahlen 2016 | | von LEAD digital

Windows 10 lässt neue PCs in Unternehmen sprießen

Unternehmen kaufen mit dem Umstieg auf das neue PC-Betriebssystem Windows 10 auch gleich neue Computer und geben damit dem seit Jahren schwachen Markt schließlich einen Schub. Im vergangenen Quartal seien die PC-Verkäufe in Deutschland im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 3,23 Millionen Geräte gewachsen, teilte der IT-Marktforscher Gartner mit. Dabei gab es bei Firmen-Computern einen Sprung von neun Prozent, während Privatkunden 0,6 Prozent weniger Geräte kauften. Bei Desktop-PCs war der Rückgang mit einem Minus von 6 Prozent sogar noch gravierender. Standard-Notebooks legten dagegen um 6 Prozent zu und ultramobile Geräte sogar um 21 Prozent.

"Die gesunde Nachfrage nach PCs im vierten Quartal in Deutschland resultierte vor allem daraus, dass viele Unternehmenskunden ihre fünf bis sechs Jahre alte installierte Basis von Windows 10 Geräten ersetzten," erläutert Meike Escherich, Principal Analyst bei Gartner. "Der Bedarf an Geräten mit klappbarem Gehäuse (Standard und UMP) bleibt hoch, während Hybrid-Geräte weiter ein Nischenprodukt darstellen. Endkonsumenten kauften im Weihnachtsgeschäft vor allem High-End-Geräte (Gaming-PCs, Notebooks mit großem Bildschirm, Apple-Geräte). Die Nachfrage nach Android-Tablets ging dagegen weiter zurück."

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo ist demnach die Nummer eins auch in Deutschland mit einem Marktanteil von gut 25 Prozent. Ein Jahr zuvor sei erst ein Fünftel der in Deutschland verkauften Computer von dem chinesischen Konzern gekommen. Hewlett-Packard rückte auf dem zweiten Platz von gut 16 auf 20,6 Prozent vor. Acer schließt die Top 3 mit deutlichem Abstand bei 12,2 Prozent ab (Vorjahr 13,3 Prozent). Apple verteidigte den vierten Rang mit einem Rückgang des Marktanteils von 8,1 auf 7,6 Prozent und Dell hielt sich stabil mit 7,4 Prozent.

Im gesamten Jahr 2016 wuchs der deutsche PC-Markt auch nach dem Schlussspurt laut Gartner-Berechnungen nur um 0,6 Prozent auf knapp 10,5 Millionen verkaufte Geräte. Die Computer-Verkäufe sanken seit Jahren weltweit, weil Firmen und Verbraucher seltener als früher ihre Notebooks und Desktop-Recher erneuern und stattdessen auch stärker auf Smartphones und Tablets setzen.

am/mit dpa

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