Strategien am POS | | von Irmela Schwab

Wie sich US-Händler gegen das Showrooming wehren

Weil Kunden Geschäfte immer öfter mit einem Smartphone in der Hand betreten, suchen Händler nach Optionen das Einkaufserlebnis zu mobilisieren. Ziel ist es, mit dem Kunden am POS zu interagieren. Dabei schwingt natürlich der Hintergedanke mit, dass der derart involvierte Kunde sofort kauft anstatt später im Internet die erspähten Produkte zu kaufen - Stichwort: Showrooming.

State of the Art ist dabei der Einsatz von Wlan, Beacons, RFiD, Apple Pay, Tablets fürs Personal, die eigene App sowie die Prämien-App Shopkick. Diese Technologien werden zum Beispiel von US-Kaufhaus Macy´s alle zugleich verwendet. Um herauszufinden, welche Technologie es am besten schafft, den Kunden am besten zu verführen, dafür müssen die Händler noch einige Experimente tätigen.   

Kosmetik-Hersteller John Frieda geht in seiner App zum Beispiel mit Audiosignalen des Dienstleisters LISNR auf ähnliche Weise vor wie Shopkick oder Shazam. Die Besonderheit: Über die Audiosignale aktiviert meldet sich die App während des Einkaufens nur dann zu Wort, wenn der Kunde die App am POS gerade aktiv nutzt.

Macy´s und Lord & Tayler dagegen arbeiten mit Beacons, die über Bluetooth Low Energy aktiviert werden. Die Beacons bahnen sich den Weg auch denn zum Kunden, auch wenn dieser  gerade nicht sein Handy nicht in der Hand hält. 

Ein anderer Unterschied zwischen den beiden populären Technologien - den Beacons und Audiosignalen - ist die Granularität der Ansprache: So registrieren Apps wie Shazam etwa, dass der Kunde im Laden ist. Beacons dagegen können ganz genau bestimmen, vor welchem Regal er sich befindet. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Kunden eine Händler-App installiert haben, der sie die Erlaubnis erteilt haben, den aktuellen Aufenthaltsort zu enthüllen und Push-Notifications zu empfangen.

Durch die Beacons ist Wlan ins Hintertreffen geraten, könnte Experten zufolge im kommenden Jahr aber wieder einen Aufschwung erleben.

Welche der Strategien sich durchsetzen wird, ist noch ungewiss. Doch eines ist sicher: Sie wirken erst dann - und zwar besser als die Summer ihrer Teile - wenn sie in Harmonie nebeneinander existieren, urteilt Patrick Connolly, Senior Analyst bei ABI Research in London in "Mobile Marketer". Dafür steht etwa ein besserer Kundenservice  sowie neue Erlösquellen, die Effizienz eines Ladens gemessen nach Umsatz und ein unendlicher Warenkorb. 

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