Mobile World Congress | | von Kerstin Mattys

Whatsapp-Gründer Jan Koum: 4G so wichtig wie Wasser und Strom

„Hi, ich bin Jan“, stellte sich 19-Milliarden-Dollar-Mann Jan Koum der mobilen Fachgemeinde in Barcelona vor. Er hatte sein zehn Jahre altes Telefon dabei und gab sich auch sonst wie gewohnt bodenständig. Für ihn ist der heutige Tag ein besonderer, weil er heute vor fünf Jahren - am 24. Februar 2009 - Whatsapp gegründet hat.

Er möchte, dass jeder auf der Welt Zugang zu 4G hat, dessen Bedeutung er im Übrigen mit Elektrizität und Wasser gleich setzte. Er wiederholte bereits Bekanntes, nämlich, dass Whatsapp auch nach dem Big Deal mit Facebook unabhängig bleiben will. Als zusätzliches Feature will Whatsapp bis Jahresende eine Sprachfunktion einführen - und greift damit Unternehmen wie Skype an. Über seine User möchte die Firma Whatsapp so wenig wie möglich wissen. Das behauptete der gebürtige Ukrainer jedenfalls während des Panels „Mobile, Disrupted: Challenging the State of Play“, auf dem auch der koreanische Konkurrent Kakao Talk in Person von CEO Sirgoo Lee saß. In Korea steht der Begriff „Ka’talk“ mittlerweile für „wir bleiben in Kontakt“. Kakao Talk hat 130 Millionen Nutzer, pro Tag werden 5,5 Milliarden Mitteilungen versendet.

Auf dem Panel wurde insbesondere die immense Bedeutung der Daten herausgestellt. In Zukunft gehe es nur noch um Bits & Bytes. Und um Kosteneffizienz. Ohne jedoch die Zuverlässgkeit der Dienste zu vernachlässigen.

Telekommunikationsunternehmen hatten bislang noch keinen Erfolg darin, die Datenexplosion zu monetarisieren. Mats Granryd, CEO des schwedischen Telekommunikationsunternehmens Tele2, erklärte, dass sein Unternehmen nur mehr nach Daten abrechne. Jo Lunder, CEO des niederländischen Unternehmens VimpelCom, machte unterdessen darauf aufmerksam, dass das Wachstum der Telekomindustrie bereits ein wenig bremse, während die Nachfrage nach Daten eben immens zunehme. 2019 würden Bewegtbilder voraussichtlich 50 Prozent des mobilen Traffics  ausmachen. Lunders Meinung nach müssten Provider zu „Enablern“ werden und vor allem Partnerschaften mit anderen eingehen. Kollaboration und Wettbewerb scheinen sich in Zukunftsszenarien nicht auszuschließen. Desweiteren kristallisierte sich heraus, dass finanzielle Transaktionen künftige Treiber von Mobile sein könnten.

Whatsapp-Gründer Jan Koum: 4G so wichtig wie Wasser und Strom

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