Wer den schlausten Algorithmus hat, gewinnt!
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Wer den schlausten Algorithmus hat, gewinnt!

Themen, Trends und Strategien für die erfolgreiche Digitale Transformation wurden diese Woche unermüdlich auf der dmexco 2017 in Köln diskutiert. Alle Unternehmen der globalen Digitalwirtschaft, die unter Verdacht stehen, erfolgreich mitzumischen, liefen auf. Darunter  Accenture, Adobe, Axel Springer, Bertelsmann, Deloitte, eBay, Facebook, Google, Gruner & Jahr, IBM, Microsoft, Oath, Otto Group, PayPal, RTL Group, Salesforce, SAP, SevenOne Media, Sky, Spotify, Twitter, United Internet Media und Yandex. Nur einer diskutierte in München in ausgewählter Runde: Der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky, deutscher Trendforscher bei dem Trendforschungsinstitut 2b AHEAD. Er diskutierte auf Einladung von Data- und Business Analytics-Anbieter Teradata mit Dr. Frank Säuberlich, Director Data Science & Data Innovation bei Teradata und Journalisten am Runden Tisch die Themen Autonomes Fahren, Digitalisierung und daraus resultierende neue Geschäftsmodelle.

Volvo will nächstes Jahr in Göteborg 100 selbstfahrende Autos auf die Straße bringen. Wenn es gelingt, zu beweisen dass statistisch gesehen mit Autonomen Fahren weniger Unfälle passieren, wird diese Tatsache autonomes Fahren voranbringen. Doch der kleinste Unfall wird die Modernisierung des Verkehrs um Jahre zurückwerfen. Dennoch: Autonomes Fahren kommt. Die Automobilinsdustrie rechnet anfangs damit, dass etwa 10 Prozent der Fahrzeuge autonom fahrfähig sind.

Doch was sind die Folgen Autonomen Fahrens? Sven Gabor Jánszky glaubt, dass es ein Überangebot an autonomen Fuhrparks respektive kostenlosen Taxis geben wird. Für Marketer wird es also jede Menge zu tun geben, um die Anbieter der neuen Technologie aus der Masse herausstechen zu lassen.

Überangebot an Autonomen Fahrzeugen

Das Problem: Die Bahn, die Sixts und Europcars dieser Welt und die Automobilhersteller werden Ihr Auto für Autonomes Fahren bereitstellen. Damit wird es eine extrem große Konkurrenz an autonomen Fahrzeugen auf dem Markt geben. Und es stellt sich die Frage: Was wird aus dem Nahverkehr? „Hier kommt es auf die Einstellung der Kommune an: Die Kommune kann den Nahverkehr für alle fördern. Dann müsste sie eine eigene autonome Flotte bereitstellen. Oder sie überlässt den Transport privaten Unternehmen“, sagt Sven Gabor Jánszky. Die Arbeitsthese heute lautet also: Fahren wird pro Fahrt günstiger als ein MVV- oder BVG-Fahrkarte.

Doch was sind nun die Treiber, die das Autonome Fahren in Deutschland salon- pardon – Autobahnfähig machen? Es werden nicht die schönen bunten Werbekampagnen der Autoindustrie sein. Es werden finanzielle Anreize sein, da sind sich Sven Gabor Jánszky und Frank Säuberlich einig. Z.B. wenn KFZ-Versicherungen nur noch die Hälfte kosten für alle, die sich autonom fahren lassen. Oder extra Autospuren für autonomes Fahren, so dass die Anhänger des autonomen Fahrens dem Stau davonrasen können. Der vielzitierte Nutzen – hier schlägt er mit voller Härte zu.

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