Studie | | von Franziska Mozart

Wenn Deutschland spielt, hat das Internet Pause

Die Fußball-WM bannt offenbar die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf den einen Bildschirm. Beim Achtelfinale am 30. Juni lag der Traffic zwischen 22:00 und 1:00 jedenfalls um 19 Prozent unter den Werten eines fußballfreien Montags. Das ergab eine Auswertung des Tracking-Anbieters Intelliad. Das mobile Internet wurde zwölf Prozent weniger genutzt als sonst.

Nachgeholt wird allerdings in der Halbzeitpause. Nicht nur der Toilettengang – Wasserwerke sorgen in der Halbzeit wichtiger Spiele schließlich dafür, dass ausreichend Wasser für die unzähligen Toilettenspülungen bereit steht. Auch das Informationsbedürfnis wird nachgeholt. Die Zugriffe auf stationäre Geräte stieg am Montag um 214 Prozent gegenüber dem Ende der ersten Spielhälfte. Auf mobilen Geräten lag der Traffic sogar um 245 Prozent darüber. Immerhin nehmen viele Nutzer ihr Handy mit auf die Toilette.

Als großen Second-Screen-Sieger feiert sich allerdings Twitter, das die WM mit einem eignen Special begleitet. Zum deutschen Achtelfinale registrierte der Dienst im Zeitraum von einer Stunde vor dem Anpfiff und einer halben Stunde nach Abpfiff rund 6,9 Millionen Tweets. Alleine zum Anpfiff gingen über 148.000 Tweets pro Minute ein.

Zum Online-Shopping reichen die 15 Minuten Pause aber offenbar nicht aus. Wie der Vergleichsdienst Idealo ermittelt hat, breche die Kauflust während der deutschen WM-Spiele um 40 Prozent ein.

Insgesamt ist die WM aber auch ein starkes Netz-Thema. Die Fifa beispielsweise misst momentan Rekord-Zahlen.

Wenn Deutschland spielt, hat das Internet Pause

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