Studie | | von Franziska Mozart

Wenn Apps zu Zombies werden

80 Prozent aller mobilen Anwendungen, die Apple im App-Store führt, erreichten im Juni keine relevante Sichtbarkeit. Was man früher vielleicht Karteileichen genannt hätte, läuft bei Adjust als "Zombie-Apps". Adjust bietet Businmess-Intelligence-Produkte für App-Anbieter und prägte bereits 2012 den Begriff der Zombie-Apps. In seinem Report stellt das Unternehmen fest, dass 953.000 von etwa 1,1 Millionen bei Apple gelisteten Apps in keiner der App-Store-Top-Listen auftauchen – und davon stehen immerhin 39.171 zur Verfügung.

Doch seit Mai lässt Apple nur noch 150 statt wie bisher 300 Apps in seinem Ranking erscheinen. Das führte zu einem Anstieg der Untoten im App-Store gegenüber den Vormonaten: Im April und Mai waren es noch 76 Prozent.

Der Blick auf den Lebenszyklus einer App zeigt: Viele Anwendungen werden schnell wieder entfernt. Seit Eröffnung des App-Stores macht diese Gruppe heute über 20 Prozent der verfügbaren Apps aus. Die Zahl der "Dead Apps" liegt aktuell bei 350.000 von 1,6 Millionen bisher hochgeladenen Produkten.

Besonders Apps der Kategorien ­"Bücher", "Entertainment" und "Utilities" haben die höchste Sterberate, dort bewegt sich der Gesamtanteil toter Apps zwischen 20 und 30 Prozent. Die Spielebranche dagegen zeigt sich sehr vital. Dort ist die Zahl der "Living Apps" am höchsten.

 

(gb/rp/fm)

Wenn Apps zu Zombies werden

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(1) Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht