In-App-Werbung | | von Annette Mattgey

Weniger ist mehr bei App-Werbung: "Maximal ein Werbeplatz pro Seite"

Microsoft macht Windows 8 zur Spielwiese für Werbungtreibende. Seit knapp einem halben Jahr vermarktet der US-Konzern In-App-Werbung für das Betriebssystem. Damit bietet Microsoft Werbeoptionen für fast alle (mobilen) Geräte vom Smartphone über Laptop, PC und Tablet bis hin zu Xbox und Skype. Markus Frank, Geschäftsleiter Advertising & Online bei Microsoft Advertising, im Interview mit LEAD digital-Autorin Yvonne Göpfert über Wachstumschancen und Targeting-Möglichkeiten.

Warum setzt Microsoft neuerdings auf Werbung in Windows 8?

Wir sehen ein extrem starkes Wachstum in diesem Markt mit weit über 100 Prozent, das vor allem durch den Verkauf von Tablets getriggert wird. Das bedeutet somit keine Umschichtung, sondern vielmehr eine echte Vergrößerung des Marktwachstums.

Gibt es denn schon Firmen, die auf Windows 8 werben?

Bislang vermarkten wir vor allem hauseigene Apps wie die fünf Bing-Apps für Wetter, Nachrichten, Finanzen, Sport und Reisen. Hier werben insbesondere Autofirmen und Consumer-Goods-Hersteller. Außerdem sind wir mit Skype erfolgreich. Skype gehört zu den Top-drei-Apps und macht 33 Prozent aller internationalen Call-Minuten aus. In Deutschland zählt Skype eine Million Nutzer, die Telefon-Ads kommen auf 20 Millionen Ad-Impressions im Monat. Der TKP liegt zwar nicht so hoch wie bei der Bing-Nachrichten-App, aber über dem Preis, der für Werbung in Spielen gezahlt wird. Neben den hauseigenen Produkten vermarkten wir bereits jetzt 20 Premium-Apps von Drittanbietern wie Shazam, Marco Polo oder Netdoktor und werden dies in Zukunft weiter ausbauen.

Stimmt es, dass Microsoft keine persönlichen Nutzerdaten für die Auslieferung von Werbung verwenden will? Welches Targeting können Sie Ihren Werbekunden denn anbieten?

Das ist korrekt. Jeder Nutzer hat aufgrund seines Microsoft-Kontos eine ID. Doch die Daten, die wir hierüber erhalten, nutzen wir nicht – zum Schutz des Users.

Heißt das, dass Microsoft keine Werbeauslieferung à la „Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren aus Süddeutschland“ anbietet?

Genau. Wir steuern die Werbung in erster Linie über Interessen aus, denn wir wissen ja, welche Apps genutzt werden. Somit erfolgt eine sehr contentbezogene Auslieferung in hochqualitativen Umfeldern, die IAB-Premiumformate enthalten.

Welche Apps eignen sich sehr gut, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen?

Apps, die interessanten Content bieten und von den Usern daher regelmäßig genutzt werden. Wir beraten Entwickler, wo sie innerhalb ihrer App am besten Werbung platzieren können, ohne dass sie dem Nutzer wehtut. Es sollte auf jeden Fall ein sinnvolles Verhältnis zwischen Content und Werbung eingehalten werden. Das heißt im Klartext: maximal ein Werbeplatz pro Seite, der auch immer im sichtbaren Bereich sein sollte. Content ist King, und das sollte sich eben auch darin bemerkbar machen, wie viel Raum der eigentliche Inhalt einnimmt. Für Werbung gilt: Sie wird umso besser geklickt, je mehr sie als nützliche Zusatzinformation für den Nutzer begriffen wird.

Den vollständigen Artikel zum Thema Windows 8 lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 08/2013 von LEAD digital. Außerdem: Titelthema Bewegtbild, Big Data für Kampagnen, Automobilmarketing, QR-Codes im Mobile RecruitingHier das Testabo mit 3 Ausgaben für 16 Euro bestellen.

Weniger ist mehr bei App-Werbung: "Maximal ein Werbeplatz pro Seite"

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