Trends 2016 | | von Irmela Schwab

Welche vier großen Prognosen sich 2016 nicht erfüllen werden

Das Jahr 2015 ist fast vorbei - und Marketer und Agenturen gucken in die gläserne Kugel. Sinnieren, was das neue Jahr so bringen wird. Eine wichtige Vorhersage: Die digitale Transformation ist ein Meta-Trend, ohne die weitere Trends im digitalen Marketing wie Marketing Automation, Mobile Commerce oder Internet of Things nicht zu realisieren ist. Darum geht es in der Titelgeschichte von LEAD digital 12/2015.

US-Marktforscher Emarketer hat indes unter die Lupe genommen, welche Prognosen für das kommende Jahr, nicht eintreffen werden:

1. Die Adblocker werden nicht weichen: Dass störende und unerwünschte Werbung geblockt wird, ist ein Thema, das dieses Jahr heiß diskutiert wird. Die schlechte Nachricht ist: Die Diskussion darüber wird  im kommenden Jahr weiter fortgeführt werden. Denn die Adblocker werden uns erhalten bleiben. Manche Publisher würden versuchen, den Adblockern Herr zu werden, indem sie die Menge an Ads reduzieren, so die Emarketer-Prognose. Die steigende Anzahl habe die Konsumenten ja letztlich erst dazu gebracht, Blocker einzusetzen. Wieder andere werden die Konsumenten davon überzeugen, dass Ads wichtig sind.

Durch Native Advertising soll das Problem auch über die Hintertür gelöst werden. Werbung auf sozialen Plattformen wie Facebook oder Twitter wird dabei an Bedeutung gewinnen. Genauso wie In-App-Advertising: Schließlich sind Ads innerhalb von Apps nicht blockbar.

2. Die Sichtbarkeit digitaler Werbeanzeigen: Dass viele Ads nicht sichtbar sind, ist ein Problem, dass sich 2016 laut Emarketer nicht in Wohlgefallen auflösen wird. Die Industrie werde sich weiterhin darüber den Kopf zerbrechen, was eine sichtbare und gültige Impression ausmacht. Dabei werden die Unterschiede zwischen Mobile und Desktop die Diskussion noch verkomplizieren. Genauso wie Publisher und Werbungtreibende, die sich mit einer einzigen verbindlichen Sichtbarkeitsdefinition schwer tun.

3. Facebook wird Youtube nicht beiseite schieben: Facebook ist mit mehr als täglich acht Milliarden Video Views zu einem wichtiger Player im Bereich des digitalen Video avanciert. Das schätzen Werbungtreibende - ohne jedoch Youtube links liegen zu lassen. Emarketers Prognose: Die beiden Plattformen werden von Werbungtreibenden für unterschiedliche Ziele eingesetzt werden. Parallel nebenher. Aber ohne den einen für den anderen aufzugeben.

4. Junge User halten Facebook die Stange: Den Tod von Facebook zu verkünden, mit Blick auf schwindende junge Nutzer, war in den vergangenen Jahren sehr populär. Selbst US-Präsident Barack Obama hat sich den Totengesängen angeschlossen, als er erklärte, dass Millennials die soziale Plattform offenbar nicht mehr nutzen würden. Jüngere Zielgruppen verbrächten zwar weniger Zeit auf Facebook, stellt Emarketer richtig. Doch sie haben weiterhin einen Account, den sie nutzen. Ein notwendiges Übel zu sein sei - so die Conclusio - eben längst kein schlechtes Geschäftsmodell.

Welche vier großen Prognosen sich 2016 nicht erfüllen werden

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