Responsives Webdesign | | von Irmela Schwab

Vier Gründe, warum Responsives Webdesign nicht genug ist

Bis vor einem Jahr noch war es der letzte Schrei: Responsives Webdesign, eine Technik, die alle Websiten von Desktop über Tablet bis Mobile unter einem Dach vereint - und bei der man bei der Erstellung nur einmal Hand anlegen muss. 

Weil über Responsives Webdesign Desktop-Sites abspeckt werden, um die Webpage auf Screen-Größen anzupassen, werden gerade kleinere Screens nicht überlastet. Dies wiederum erleichtert die Auffindbarkeit bei Google. So erklärt es Keith Lietzke, Gründer beim US-Mobile-Dienstleister Unbound Commerce in "Luxury Daily"

Andererseits bringt die Umstellung auf Responsive laut Lietzke auch Nachteile mit sich. Oder anders formuliert: Wer seine Website auf Responsives Webdesign umstellt, hat damit nicht gleich eine gute mobile Strategie geschaffen.

Seine Gründe:

1. Unnötig lange Ladezeiten: Eine responsiv gestaltete Seite lädt mehr Inhalte aufs Smartphone, während der mobile Browser überflüssigen Content je nach Screengröße aussiebt. Daher dauert es länger, bis die Seite geladen ist. Außer die Inhalte der Desktop-Seite werden drastisch reduziert, was wiederum dem dortigen Traffic schaden kann.

2. Benutzeroberfläche wird nicht optimal eingesetzt: Responsives Webdesign genügt auch in den Fällen nicht, in denen der Händler gerne ein natives mobiles Erlebnis schaffen möchte. Schließlich ist Mobile mehr als nur ein verkleinerter Screen. Der Mehrwert besteht etwa in den Möglichkeiten zur Interaktion über Berührung, Stimme, Kamera, Fingerabdruck, Bewegung und Standort. Diese Spielarten kommen beim Desktop alle nicht vor.

3. Keine Rücksicht auf die Nutzungssituation: Konsumenten tragen ihre Smartphones überall bei sich - in Geschäften, auf Sportplätzen und in verschiedensten sozialen Umfeldern, in denen Produkte von Händlern zum Einsatz kommen. Dabei kann ein uniques mobile Nutzungserlebnis einen großen Unterschied machen.

4. Keine Sonderfunktion: Wegen seiner Omnipräsenz ist Mobile das ideale Omnichannel-Gerät. Viele Konsumenten nutzen ihr Smartphone  fürs Stöbern nach neuen Produkten - selbst wenn sie den Kauf dann in anderen Kanälen tätigen, wie etwa auf dem Desktop, im Geschäft oder über das Call Center. Die mobile Benutzeroberfläche könnte diese noch bestehende Lücke schließen und eigene Lösungen entwickeln.

Fazit: Händler und Marken, die maximale Ergebnisse über Mobile erzielen möchten, sollten native mobile Websites aufbauen, die konsequent die Stärken von Mobile nutzen.

Vier Gründe, warum Responsives Webdesign nicht genug ist

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