Während die Desktop-Werbepotenziale nahezu ausgereizt sind, bleibt Mobile noch Spielraum.
Während die Desktop-Werbepotenziale nahezu ausgereizt sind, bleibt Mobile noch Spielraum. © Foto:AppAnnie

Studie | | von Annette Mattgey

User wollen lieber In-App-Werbung als für Apps zahlen

Die Aussichten für den App-Markt sind durchweg positiv. Allerdings funktionieren nicht alle Monetarisierungsstrategien gleich gut. Wer seinen Nutzern Geld abknöpfen will, hat eher schlechte Karten. Das zeigt der aktuelle App Annie-Trendreport, den das Unternehmen gemeinsam mit den Marktforschern von IDC durchgeführt hat. Er untersucht die Entwicklungen des App-Markts 2013 bis 2014 und gibt Marktprognosen bis 2018. Dazu betrachteten die Experten die App-Stores iOS und Google Play in zehn Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA. App Annie führte darüber hinaus im März 2015 eine Umfrage zum Thema App-Monetisierung unter App-Entscheidern aus.

Demnach ist auf dem deutschen App-Markt von 2013 auf 2014 ein Umsatzwachstum von 80 Prozent zu verzeichnen. Darin enthalten sind Umsätze durch In-App-Werbung, Umsätze durch kostenpflichtige Downloads sowie durch In-App-Käufe. Besonders stark sind die Umsätze mit der mobilen In-App-Werbung angestiegen.

Positiv blicken die Marktforscher auf die Zeit bis 2018: Der gesamte App-Umsatz soll sich vervierfachen. Die Verteilung der Umsatzquellen unterscheidet sich hierbei von Land zu Land sehr stark: Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 68 Prozent des Umsatzes durch kostenpflichtige Apps oder In-App-Käufe erwirtschaftet, 32 Prozent durch In-App-Werbung.

Für den Umsatz mit kostenpflichten Apps und In-App-Käufen wird 2014 bis 2018 eine Zunahme um 90 Prozent prognostiziert, bei der In-App-Werbung sogar um 320 Prozent.

Publisher haben also gute Chancen, mit ihren Apps Geld zu verdienen, allerdings herrscht starker Wettbewerb. Daher ist es notwendig, sich vorab über das passende Monitarisierungsmodell Gedanken zu machen. 

Modell Beschreibung
Freemium Kostenloser Download mit möglichen In-App-Käufen
Paid Kostenpflichtiger Download ohne mögliche In-App-Käufe
Paidmium Kostenpflichtiger Download mit In-App-Käufen
In-App-Werbung App enthält Werbeflächen (Banner Ads, Video Ads, etc.)

Die Modelle Freemium und die In-App-Werbung legten von 2013 auf 2014 mit einem Umsatzwachstum von jeweils über 70 Prozent am meisten zu, während Paid und Paidmium weiterhin dramatisch sanken. Allerdings können diese Monetisierungsstrategien bei bestimmten Apps auch zum Erfolg führen.

Die Modelle Freemium und In-App-Werbung schrecken die Nutzer nicht durch Vorabkosten ab und sichern den Publishern gleichzeitig konstante Einkommensströme. Das Freemium-Modell ist selbst bei einem sehr kleinen Anteil an Nutzern, die In-App-Käufe tätigen, sehr erfolgsversprechend: Die Apps können so strukturiert werden, dass sie genau die Nutzer ansprechen, die regelmäßig kaufen. Bei der In-App-Werbung ist das richtige Format der Schlüssel zum Erfolg: Die statische Banner-Werbung und die statische Full-Screen-Werbung haben bei den befragten Publishern bislang am meisten Umsatz generiert.

Der vollständige Report steht hier gegen Eingabe der Adressdaten zum Download zur Verfügung.

User wollen lieber In-App-Werbung als für Apps zahlen

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