Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Teambuilding zwischen Apple und Microsoft, Abschottung durch Eyo Ad Blocker

Am Mittwoch hat Apple in San Francisco wieder seine alljährliche "Wir-haben-was-Neues"-Show abgehalten. Doch das next big thing war eigentlich nicht, dass ein verbessertes iPhone, die Watch Hermès Kollektion und ein neues 12-Zoll Riesen-iPad gezeigt wurden. Großartig war, dass Microsoft bei Apple auf der Bühne stand - als Partner. Um zu zeigen, wie toll MS Office läuft - auch auf dem iPad. Steve Ballmer wird es das Herz zerreißen. Aber die New Economy setzt statt auf Ellbogen eben lieber auf Umarmen. Apple umarmt übrigens die TV-Hersteller: Das kleine schwarze Kästchen Apple TV lässt sich nun auch an den Fernsehbildschirm von Samsung, LG, Sony oder anderen anschließen. Aber ob so viel Offenheit reicht, um den TV-Markt zu revolutionieren, muss sich erst noch zeigen.

Google praktiziert Geben, Nehmen und Umarmen ja schon lange. Wobei der Schwerpunkt eher beim Nehmen liegt. Wie gern hat Google eine Vorschau auf News gegeben – und so von den Inhalten und damit dem Eigentum von Verlagen profitiert. Als diese Geld wollten, hat Google die Vorschau gekürzt, um nicht doch noch gegen das Leistungsschutzrecht zu verstoßen. Das hat nun die offizielle Billigung vom Kartellamt.

Es ist kein Geheimnis: Das mit den Einnahmen bei der Anzeigenvermarktung im Verlagswesen läuft nicht unbedingt zufriedenstellend. Da muss man erfinderisch sein (schwierig), neue Technologien ausprobieren (mühsam, aber möglich) oder wachsen (Deal!). Ströer kauft OMS, den Onlinevermarkter der Tageszeitungen. Spiegel online will mit Bento.de ab Oktober ein Portal für junge Leser etablieren und damit Native Advertising gute Chancen eröffnen, auf Spon hat man sich für Programmatic Advertising entschieden. Bei Spiegel Online darf nun also jeder mitspielen, Verzeihung mitwerben – mit Wallpapern, Dynamic Sidebars und Mobile Content Ads 2:1. Ausschließliche Werbefelder gibt es nicht mehr. Werbung auf Spon wird also bunter. Das ist wie Textverarbeitung mit Pages und Microsoft Office zugleich auf dem iPad.

Gar nicht kooperativ dagegen ist Eyo. Die Werbewelt wird es nicht gern hören: Was auf dem Desktop schon lange Sorgen bereitet, hat Eyo nun auch für Android und iOS parat: einen Ad-Block-Browser. Die Eyo-App soll Werbebannern und Nutzer-Tracking unterbinden. Schon 41 Prozent der User sollen Werbeblocker einsetzen. Da helfen nur auf den User zugeschnittene, relevante Werbebotschaften über andere Kanäle. Umdenken ist also gefragt. Vielleicht helfen ja diese 5 Tipps, wie untreue App-Nutzer zu echten Fans werden.

Teambuilding zwischen Apple und Microsoft, Abschottung durch Eyo Ad Blocker

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(1) Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht