Connected Car | | von Irmela Schwab

Superautos als neue Werbeplattform

Das Auto ist ein beliebter Aufenthaltsort: Im Schnitt verbringen ihre Fahrer 6,5 Stunden pro Woche darin. Meist ohne etwas Sinnvolles zu tun - außer zu fahren eben. Das soll sich rasch ändern. Denn mit dem Aufkommen der Dashboards und digitalen Plattformen entsteht derzeit ein neuer Markt, der auch von Digital Media-Firmen und Marketern erschlossen werden möchte: Ein Report von "Business Insider" stellt bis 2020 rund 152 Milliarden Dollar in Aussicht.

Autohersteller fokussieren dabei vor allen Dingen auf Entertainment Apps und vernetzte Sicherheitmanagement-Funktionalitäten, dazu zählen Warnung vor Wetterkonditionen und möglichen Unfällen. Diese Features bescheren heute mit 13 Milliarden Dollar den größten Anteil der Einnahmen, und sollen 2017 auf 44 Milliarden Dollar ansteigen.  

Entertainment - etwa über Apps wie Pandora, Yelp und Facebook - ist zwar eine der beliebtesten Funktionen im modernen Digitalauto, doch längst nicht der größte Einnahmentreiber. Diese Kategorie wird bis 2020 rund 13 Milliarden US-Dollar beisteuern.

Autofahrer, die heute schon  Autos mit solchen Zusatzfunktionen nutzen, sind zufrieden mit diesen - die Hälfte davon sind sogar sehr. Meinungsverschiedenheiten gibt es vielmehr bei der Frage, inwiefern Werbung eine Rolle beim Autofahren spielen soll. So sagen 25 Prozent aller globalen Konsumenten sie würden In-Car-Advertising akzeptieren, wenn sie dafür einen kostenlosen Service in ihrem Auto  bekommen.

Hier kommen Unternehmen ins Spiel: Wenn es ihnen gelingt, über Angebote im Auto Mehrwert zu schaffen, können sie vom Connected-Car-Markt profitieren. Zu den Key Playern im vernetzten Automarkt zählen bisher Pkw-Hersteller wie Audi, BMW, Mercedes-Benz und Ford, Kommunikatinsdienstleister, die nach Ländern variieren, und Software-Provider wie Google, Apple und Spotify.

Laut Report wollen die befragten Konsumenten in ihrem Auto bisher am liebsten Musik streamen (69 Prozent), im Internet surfen (57 Prozent) und über mögliche Verkehrsrisiken (52 Prozent) informiert werden.

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