App-Marketing | | von Yvonne Göpfert

Such-Ranking: So gelangen Ihre Apps an die Spitze

Ein Großteil der mobilen Internet-Nutzer sucht gezielt nach hilfreichen Apps. Damit möglichst viele Ihre App finden und verwenden, gibt es einige wichtige Tipps zur Gestaltung. App-Store-Optimization (ASO) heißt das Zauberwort. 60 Prozent aller Apps, die heruntergeladen werden, werden über die Suche im App-Store gefunden. Das Suchergebnis spielt im App-Marketing nach dem Verkaufsranking die zweite wesentliche Rolle.

Toller Titel, knackige Keywords

Um gut gefunden zu werden, helfen die richtigen Keywords – genau wie beim SEO-Marketing. Grundsätzlich sind zwei Strategien möglich: Entweder Sie nutzen einen Titel, der einem typischen Suchbegriff entspricht, wobei dieser den Inhalt der App deutlich macht. Beispiele wären „radio.de“, „Chefkoch“ oder „Swiftkey Tastatur“. Hier wird ohne Weiteres klar, für welchen Zweck die App gedacht ist.

Oder Sie denken sich einen kurzen und kernigen Markennamen aus, der zwar nicht direkt verrät, was die App kann, aber dafür sehr einprägsam ist und über einen hohen Wiedererkennungswert verfügt. Ein Beispiel hierfür wäre „Spotify“. Den Titel können Sie bei Bedarf durch ein Keyword ergänzen, um zu verraten, worum es bei der App geht. Wie etwa WhatsApp. WhatsApp heißt in den App-Stores „WhatsApp Messenger“. Über das Stichwort „Messenger“ erkennen auch Unwissende, was WhatsApp bietet (und sie finden ihn beispielsweise im Rahmen der Suche). Wer sich die App heruntergeladen hat, liest auf dem Icon dann nur noch den Titel „WhatsApp“.

Dass der Titel für Apples App-Store und für Google Play gleich lauten sollte, liegt auf der Hand: Erstens wollen Sie im Laufe der Zeit eine starke Marke aufbauen, und zweitens schaden verschiedene Namen für Android und iOS. Denn wenn ein Blogger nicht explizit beide App-Stores verlinkt, kann es sein, dass Ihre App nur in einem der beiden Stores gefunden wird.

Auch unter dem Aspekt der Internationalisierung ist der Titel ein wichtiger Punkt: Manche User nutzen nur Apps in ihrer Muttersprache. Sie verstehen den Namen einer deutschen App unter Umständen nicht. Dann gibt es wieder Nutzer, die auch englische oder fremdsprachige Apps herunterladen. Die finden die App möglicherweise nicht, wenn sie übersetzt anders heißt als im Original. Falls der Name der App nicht international verständlich ist, können Sie einen Teil des App-Namens übersetzen. So bleibt Ihre Marke international erhalten und der Titel Ihrer App trotzdem verständlich.

Die ersten Zeilen entscheiden

Neben dem Titel ködern Sie die User auch mit einer guten Beschreibung. In den ersten zwei bis drei Sätzen sollten Sie das Wesentliche der App kurz und knapp beschreiben. Denn am Desktop und im mobilen Google Play werden nur die ersten drei bis sechs Zeilen angezeigt. Und da die Entscheidung darüber, ob eine App heruntergeladen wird oder nicht, direkt im App-Store fällt, ist es kriegsentscheidend, dass hier Stichworte fallen, die den Nutzer interessieren und zum Download animieren.

Achtung: Verwechseln Sie Features nicht mit Produktnutzen. An erster Stelle müssen Sie dem User erklären, welchen Nutzen er von der App hat. Zudem empfiehlt sich ein leserlicher Stil; eine Aneinanderreihung von Keywords wird abgestraft. Google schreibt dazu in den Programmrichtlinien für Entwickler: „Beschreibungen, Titel oder Metadaten dürfen keine irrelevanten, irreführenden Keywords enthalten oder damit überladen sein.“

Auch die richtige Kategorie hilft Ihrer App, dass sie besser gefunden wird. Apps können in mehreren Kategorien abgelegt werden. Die Kategorien fungieren automatisch als Keywords. Eine gute Strategie ist es, die Anwendung in einer Kategorie zu platzieren, in der der Wettbewerb verhältnismäßig gering ist. Aber natürlich muss die App inhaltlich passen. Weiterer Vorteil: Während die User im Google-Play-Store meist über die Suche zu den Apps gelangen, klicken sich Apple-Fans im App-Store vor allem über die Navigation und damit die Kategorien durch.

Erster Blickfang: Das Icon

Die Wahl eines hübschen, aber nicht zu kleinteiligen Icons kann die Anzahl an Downloads massiv beeinflussen, schließlich ist das Icon neben dem Titel das, was dem Nutzer im Store als Erstes ins Auge springt. Das Symbol muss so attraktiv sein, dass es einen Klick-Impuls verstärkt. Umgekehrt kann ein liebloses oder hässliches Symbol den Download verhindern – ähnlich wie ein missglücktes CD-Cover den Kauf einer CD unterbinden kann.

Dauer-Baustelle App

Wenn die App im Store ist, geht die eigentliche Arbeit erst los. Es dauert circa ein Jahr, bis die App unter den Nutzern bekannt geworden ist und weiterempfohlen wird, sagen App-Entwickler. Die App muss also kontinuierlich weiterentwickelt werden. Dazu sollte man das Nutzerverhalten analysieren: Beheben Sie Fehler, prüfen Sie, wo die Nutzer aussteigen, und optimieren Sie das User-Interface. Zudem sollten Sie versuchen, die Nutzer immer wieder zu akti­vieren und sie zu animieren, die App über sämtliche Kanäle zu teilen oder zu bewerten.

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