Internet der Dinge | | von Anja Janotta

Studie: Die Deutschen lieben ihre Smart Homes

Das Smart-Home, also das vernetzte Heim, hat für viele Internetnutzer seine Reize. Eine aktueller Report aus der W3B-Studie von Fittkau & Maas zeigt, dass die Bereitschaft, die Neuerungen auszuprobieren, groß ist. Sie wollen ihre DVD-Player, HEizungsanlagen, Waschamschinen und Kühlschränke per App steuern können. Doch auch die Gruppe der Skeptiker ist nicht eben klein.

58 Prozent der befragten Online-Nutzer gaben an, dass sie ihre elektronischen Geräte (z.B. DVD-Player, Fernseher oder Waschmaschine) im Haushalt mit dem Internet gern vernetzen wollten oder dies bereits tun. Aber: Knapp jeder fünfte Befragte hat schlichtweg kein Interesse daran; in etwa ebenso viele geben an, dass die Nutzung für sie "grundsätzlich nicht in Frage kommt". Der Anteil der Interessenten an vernetzter Wohnungs- bzw. Haustechnik (z. B. Heizungs-, Lüftungs-, Alarmanlagen, Beleuchtung) ist mit knapp 50 Prozent durchaus beachtlich. Hier liegt der Anteil der Skeptiker aber bei 25 Prozent.

Smart-Home-Technologien kommen besonders bei den Earl-Adoptern gut an: junge, männliche, technikaffine, trendorientierte Zielgruppen, die bereits sehr gut mit Gadgets wie Smartphones, Tablets & Co. ausgestattet sind. In dieser Gruppe befinden sich besonders viele bereits aktive Smart Home-User. Vor allem Frauen und Nutzer der Generation 50 plus zeigen sich kritisch. Die größte Befürchtung der Smart Home-Ablehner: Die drohende Technikabhängigkeit. 44 Prozent der Personen, die an Connected Home nicht interessiert sind, vermuten, dass man dadurch "zu abhängig von der Technik" würde. Auch Datensicherheitsbedenken werden von vielen angeführt (37 Prozent).

Das Profil der heutigen Smart Home-Interessenten dagegen weiche in zentralen demographischen Merkmalen nicht wesentlich vom Internet-Durchschnitt ab. Das sei ein Hinweis darauf, dass der Weg zum Massenmarkt bereits geebnet wurde, so die Studienautoren.

Wenn es um die Online-Vernetzung elektronischer Geräte geht, so ist aus Nutzersicht vor allem die Kameraüberwachung von Wohnung/Zimmern sowie die Fernsteuerung des TV-Geräts via Internet attraktiv. Auf breites Interesse stoßen zudem die Verwaltung des heimischen Kühlschranks sowie das internet-gesteuerte Gießen von Zimmerpflanzen und die Waschmaschinensteuerung. Zwei Drittel der Befragten haben an, dass wichtigen Aspekt für die Nutzung sei, die "Dinge einfacher, bequemer zu machen". Die Kostenkontrolle bzw. Kosteneinsparungen spielen mit im Vergleich dazu mit 16 Prozent der Nennungen nur eine untergeordnete Rolle.

Der am häufigsten genannte Beweggrund für die Nutzung von vernetzten Haustechnik-Technologien  ist es, das Haus bzw. die Wohnung sicherer zu machen. Auf Platz zwei und drei folgen die Reduzierung der Energiekosten sowie die Möglichkeit, dadurch Geld zu sparen.

Interviews mit 3.500 Internetnutzern liegen der Erhebung zugrunde.

Studie: Die Deutschen lieben ihre Smart Homes

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