T-Systems/Universität St. Gallen | | von Annette Mattgey

Studie: Apps steigern Effizienz im Unternehmen

Die Zufriedenheit mit mobilen Geräten im Arbeitsalltag ist sehr hoch: 82 Prozent halten Apps für Effizienz steigernd in ihrem Unternehmen. Allerdings sind es nur in 42 Prozent der Fälle firmeneigene App-Lösungen, die zur Arbeitserleichterung beitragen. Eine ausführliche Untersuchung haben die Deutsche Telekom und die Universität St. Gallen jetzt veröffentlicht. Grundlage ihrer Aussagen sind 20 Fallstudien aus Unternehmen wie etwa Fraport, Daimler, Lufthansa und Credit Suisse. In Interviews wurden einerseits die verantwortlichen Manager, andererseits auch weitere Mitarbeiter zur Bedeutung mobiler Anwendungen in ihrem Arbeitsumfeld interviewt. Die betrachteten Best Practice-Fälle reichen von logistischen Abläufen (etwa am Flughafen) bis hin zur Steuerung des Vertriebs.  

Großes Manko bei den meisten: Eine strategische Planung von Mobile Business Solutions (MBS) fehlt zumeist. Schnell entstehen einzelne Vorzeigeprojekte, finanziert aus Innovationsbudgets. Funktionen wie ein Chief Mobile Officer sind nicht vorgesehen. Kein Wunder, dass 40 Prozent der Befragten klare Verantwortlichkeiten für den Bereich Mobile anmahnen. Zufriedene Kunden und Mitarbeiter sind die Ziele, die bei den Unternehmen im Vordergrund sind, Effizienzsteigerungen sind eher Nebenprodukte. Von Nutzen sind Mobilgeräte aber nur, wenn sie bestimmten Anforderungen genügen, die von den Befragten deutlich formuliert wurden: Datenkonsistenz zwischen allen Geräten, Datensicherheit und Single-Sign-On für jedes Gerät. Unterstützung erwarten sich die Beschäftigten vor allem bei der Selbstorganisation, beim gemeinschaftlichen Arbeiten (Collaboration) und bei der Kommunikation. 

Im Gespräch charakterisiert etwa Franz Domig, Leiter E-Marketing beim Lichttechnik-Anbieter Zumtobel, die Vorteile des iPads für den Vertrieb so: "Man hat schnell und einfach Zugriff auf alle unsere Produktbroschüren oder Webseiten, ist generell in zehn Sekunden einsatzfertig. Das allein erhöht die Beratungsqualität schon enorm. Zudem präsentieren wir uns damit auch gegenüber unseren Kunden als offenes und modernes Unternehmen." Bei Michael Bouda, Leiter IT der Deutsche Messe Hannover, steht der Komfort für Aussteller und Besucher im Vordergrund: "Unser Ziel ist es, einen bestmöglichen Service für unsere Kunden (Aussteller, Besucher, Presse) anzubieten. Die Möglichkeit, Aussteller und Produkte zu finden, zu speichern, persönliche Merklisten anzulegen, den gesamten Messebesuch planen und grafisch anzeigen lassen, all das ist nicht direkt mit einem Umsatzziel verbunden, hier geht es auch um die Qualität des Angebots.“

Die komplette, 108 Seiten lange Studie steht für 279 Euro zum Kauf bereit.

Studie: Apps steigern Effizienz im Unternehmen

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