Kleine nutzwertige Informationen mit persönlichem Bezug, lautet der Rat an die Marketer. Generische Werbebotschaften haben hier keinen Platz!
Kleine nutzwertige Informationen mit persönlichem Bezug, lautet der Rat an die Marketer. Generische Werbebotschaften haben hier keinen Platz! © Foto:Apple

Wearables | | von Irmela Schwab

Smartwatch: Auf diese Szenarien sollten sich Marken einstellen

Der Launch der Apple Watch steht kurz bevor -  und auch viele andere Schmuck- und Technologiehersteller kommen jetzt mit eigenen Uhren und weiteren smarten Mini-Geräten auf den Markt (etwa Swatch und Tag Heuer). Damit liegt natürlich auf der Hand, dass die Wearables immer mehr zum Alltag der Konsumenten gehören: Das hält große Chancen für die Werbeindustrie bereit, die einen neuen Kanal für ihre Botschaften zur Verfügung hat. Dazu hat sich LEAD digital bereits in der Agentur-Branche umgehört.

Fakt ist schließlich: Schon heute veranlassen Smartphones ihre Besitzer dazu, immer öfter am Tag nach kleinen Info-Häppchen zu gucken. Wenn Marken sich auf diese Wünsche nicht einstellen und dem User keine konkreten Antworten auf seine Fragen gäben, werden diese sich anderweitig umsehen, schätzt Jeremy Hull, Director Bought Media beim US-Performance Marketer iProspect im Fachblatt "Mobile Marketer". Er geht davon aus, dass Smartwatches und andere Wearables den Wettkampf um die Aufmerksamkeit noch deutlich erhöhen.

Die Lösung: Zunächst sollten Marken nachforschen, welche Informationen und Services die User erwarten. Dann sollten sie dafür sorgen, dass diese Angaben online sind, und zwar in leicht lesbarer Form und für das jeweilige Gerät optimiert und genau passend zum Bedürfnis des Users.

Beispiel Öffnungszeiten: Ein Kunde möchte sich nicht durch mehrere Seiten klicken, noch dazu auf kleinem Screen. Allzuoft, so Hull weiter, gäbe es auf diese Auskunftswünsche keine angemessene Reaktion. Stattdessen werde eine beliebige Marken-Botschaft vorgesetzt oder aber zum sofortigen Online-Kauf übergeleitet.

Bedenken sollten Marken auch, dass die Aufmerksamkeitsspanne durch Mobilgeräte weiter sinkt. Social Media-Inhalte müssen einfacher und schneller funktionieren, wenn der User sich nur maximal drei Sekunden Zeit nimmt.

Anstatt den User mit allgemeinen Angeboten zu nerven, die ihn persönlich gar nicht betreffen, sollten Benachrichtigungen so beschaffen sein, dass sie für den User auch relevant sind. Dazu rät Bill Schneider, Director Product Marketing beim Mobile Marketing-Dienstleister Urban Airship. Eine Strategie nach dem Motto "Ein Inhalt für alle" führe nicht weiter, sondern "weniger Personalisierung, mehr Frust" sei die Konsequenz.

Smartwatch: Auf diese Szenarien sollten sich Marken einstellen

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