Aegis Media | | von Uli Busch

Smartphone-Nutzer: So unterscheiden sie sich

Mit Blick auf die steigende Penetration von Smartphones und Tablets sind die Erwartungen an die Umsätze mit mobiler Werbung, die gerade ihren Durchbruch erlebt, hoch. Die Gerätepenetration oder die Zahl verfügbarer Apps und mobiler Websites mögen Anhaltspunkte für eine wachsende Nachfrage darstellen, sie sind für die Planung jedoch nicht hinreichend. Aegis Media hat rund 10.000 Personen in Deutschland zu ihrem Handybesitz und dem Umgang mit dem Handy befragt. Die "Consumer Connection Study" liefert Erkenntnisse, welche Rolle das Handy für seine Besitzer spielt, welche Anwendungen sie nutzen und wie aktiv sie insgesamt damit umgehen. Die Untersuchung ergab insgesamt sechs Varianten einer Handybeziehung - vier Typen von Smartphonebesitzer und zwei konventioneller Handys. Monika Baldauf, Geschäftsführerin von Aegis Media Resolutions, stellt in einem Gastbeitrag für LEAD Digital, die Typologien der Smartphonebesitzer vor.

1) Die Unzertrennlichen: Generation M

Die Generation M scheint mit ihrem Smartphone verwachsen zu sein, das Tablet ist die adäquate Ergänzung für ihren aufgeschlossenen und kommunikativen Lebensstil. Ein Zehntel der Erwachsenen zwischen 15 und 64 Jahren gehört zur Generation M, es sind überwiegend Männer bis Ende 30. Von den sechs Typen nutzen sie das Mobile am intensivsten, und zwar hinsichtlich der Anwendungen und der dafür aufgewendeten Zeit. Sie schätzen die volle Bandbreite der Möglichkeiten ihrer Smartphones, bis hin zu Online-Shopping und Auktionen. Social Network-Aktivitäten begleiten sie den gesamten Tag, sie sind aktiv in Blogs und Foren, aber sie leben Gemeinschaft und Geselligkeit nicht nur in der virtuellen Welt. Auch in der realen Welt sind sie gut verwurzelt. Entspannung finden sie auch bei den traditionellen Medien, vor dem Fernseher oder mit einer Zeitschrift, die ihre Interessen bedient.

2) Die Pragmatischen: Convenience Seekers

Die Convenience Seekers nutzen ihr Smartphone intensiv, aber sehr funktional. Es geht ihnen primär um den schnellen und unkomplizierten Zugang zu alltagspraktischen Informationen, wie Wetter, Navigation, Verkehrsinformationen. Die Convenience Seekers machen zwölf Prozent der Handybesitzer zwischen 15 und 64 Jahren aus, sie sind bis Mitte 30 alt, und anders als die eher männerlastige Generation M setzen sich Convenience Seekers in etwa zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen zusammen. Das mobile Internet ersetzt für sie nach und nach die stationäre Internetnutzung, komplexere Aktivitäten wie Online-Shopping und Online-Banking werden jedoch lieber vom PC oder Laptop aus erledigt. Convenience Seekers nutzen das Internet
mobil und stationär sehr intensiv. Das wirkt sich auf die Mediennutzung insgesamt aus. Online dominiert, die Fernsehnutzung, aber auch Radio und Zeitschriften sind eher marginal.

3) Die Informations-Junkies: Business Performers

Sie stellen mit sechs Prozent eine kleine Gruppe, die sich jedoch in ihrem Lebensstil und ihrem Nutzungsverhalten deutlich von den übrigen Typen abgrenzt. Drei Viertel der Business Performers sind Männer, der Altersschwerpunkt liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Sie haben eine äußerst selektive,
nutzenorientierte und informationsgetriebene Smartphone-Nutzung. Unter der Woche sind Business Performers häufig unterwegs,
und dann ermöglicht ihnen das Smartphone den einfachen Zugang zu allen benötigten Informationen. Das sind vor allem die beruflichen und privaten Emails, die Börsenkurse und Nachrichten. Es sind aber auch Sportergebnisse oder Wetterinformationen. Während unter der Woche auch Fernsehen für
Entspannung sorgt, bereichern Printmedien am Wochenende ihren Medienkonsum.

4) Die Mitläufer: Light User

Die Light User besitzen ein Smartphone, sie nutzen jedoch bei Weitem nicht alle Möglichkeiten. Entweder sind sie als Smartphone-Einsteiger
noch nicht so vertraut mit allen Funktionen, oder sie haben grundsätzlich weniger Bedarf und Interesse an dem verwirrend großen Angebot an
Apps und mobilen Angeboten. Sie nutzen ihr Smartphone eher wie ein konventionelles Handy: zum Telefonieren, für SMS, zum Musikhören oder auch
für einen Schnappschuss mit der Kamera. Die Light User stellen fast ein Viertel (23 Prozent) der Mobile Types, Männer und Frauen sind zu gleichen
Teilen vertreten. Wenngleich unter den Light Usern alle Altersgruppen zu finden sind, liegt der Schwerpunkt doch jenseits der 40. Ihr Mediennutzungsverhalten ist durchschnittlich und ohne ausgeprägte mediale Schwerpunkte. In ihrer Freizeit konzentrieren sie sich stark auf die Familie und ihre häusliche Umgebung, mit Gartenarbeit und Tätigkeiten rund ums Haus sowie kleinen gemeinsamen Unternehmungen und Ausflügen.

Mehr zu den einzelnen Smartphone-Nutzern und wie die Besitzer konventioneller Handys ticken, gibt es in der aktuellen LEAD digital (17/2013) - hier lesen Sie den gesamten Gastbeitrag von Monika Baldauf. Und hier geht es zum Abo.

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