So sehen die Sichtbarkeitsraten in ausgewählten europäischen Märkten aus.
So sehen die Sichtbarkeitsraten in ausgewählten europäischen Märkten aus. © Foto:Meetrics

Viewability-Zahlen | | von Annette Mattgey

Sichtbarkeit bei Banner Ads verbessert sich

Während es zu Jahresbeginn recht schlecht um die Viewability stand, weist der Ad-Verification-Anbieter Meetrics nun einen leichten Aufschwung der Sichtbarkeitsraten bei Banner Ads aus.

Auch die erstmals erhobenen Video Benchmarks zeigen eine positive Tendenz. Mit dem aktuellen Viewability-Benchmark startet Meetrics zudem die Ausweisung der Sichtbarkeitsraten beim Direct- und Programmatic Buying.

Laut der aktuellen Auswertung kommen wieder mehr Ad Impressions bei den Usern an. Die Sichtbarkeitsrate für Display-Werbekampagnen im deutschen Markt konnte sich im vergangenen Quartal um zwei Prozentpunkte erhöhen und liegt jetzt bei 57 Prozent.

Zum ersten Mal vergleicht der Benchmark-Report auch den direkten Einkauf von Werbeplatzierungen mit programmatischen Ausspielungen. Die direkt angesteuerten Platzierungen weisen dabei mit 59 Prozent eine bessere Sichtbarkeit auf, als die programmatischen mit 52 Prozent. Zwar seien die Werbeplatzierungen im Direct Buying teurer, so Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics. Allerdings lässt sich offensichtlich in der direkten Austeuerung leichter ein Umfeld gestalten, dass für die Marke "safe" ist.

Die international erhobenen Messraten für Video Ads zeigen ebenfalls eine positive Tendenz. Sie liegen bei der ersten von Meetrics veröffentlichten Messung bei 69 Prozent. Grund für die gute Viewability ist die effiziente Platzierungen von Video Werbung, beispielsweise integriert in einen Stream.

Im Vergleich der drei größten europäischen Märkte liegt Deutschland bei den Sichtbarkeitsraten für Display-Werbung weiterhin hinter Frankreich (58 Prozent, -2 Prozentpunkte im Vergleich zum 1. Quartal). Auf dem letzten Platz im europaweiten Ranking findet sich erneut Großbritannien, allerdings konnte hier die Sichtbarkeit um vier Prozentpunkte gesteigert werden. Im Ranking ganz vorne liegt nach wie vor Österreich.    

Positive Ergebnisse bei Video Ads 

"Die verbesserten Benchmarks sind auf jeden Fall positiv zu werten", so von Hilgers über die neuen Benchmarks. "Es belegt, dass Bemühungen zur Verbesserung der Sichtbarkeit Wirkung zeigen. Jedoch liegen wir in Deutschland noch immer nur im europäischen Mittelfeld. Advertiser, Publisher und Agenturen sollten gleichermaßen Initiative zeigen, gute Viewability-Werte zu erreichen. Diese zahlen sich am Ende schließlich für alle aus. Im Bereich der Video Ads sieht es da schon besser aus. Im richtigen Umfeld platziert und ohne einen Anreiz zu bieten, zu einem anderen Content zu scrollen, erreichen sie in unseren Viewability Benchmarks gute Sichtbarkeitswerte."

In den vierteljährlichen Reportings gibt Meetrics einen Überblick zu Sichtbarkeitsraten und durchschnittlichen Sichtbarkeitsdauern. Alle Meetrics-Daten lassen sich anschauen bzw. kostenlos und ohne weitere Angaben herunterladen. Grundlage für Meetrics' Viewability Benchmarks ist die Richtlinie "50/1" des IAB und des Media Rating Councils. Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine durchgehende Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers gewesen sein. Bei Video Ads lautet die Empfehlung "50/2", d.h. das Werbemittel muss mindestens mit 50 Prozent seiner Fläche für wenigsten zwei Sekunden sichtbar geworden sein.

Sichtbarkeit bei Banner Ads verbessert sich

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