Mit einem Smartphone-Game unterstützt die Deutsche Telekom die Demenzforschung.
Mit einem Smartphone-Game unterstützt die Deutsche Telekom die Demenzforschung. © Foto:lifeisforsharingDT / Youtube Screenshot

Gaming | | von Markus Schmelzer

"Sea Hero Quest": Das Demenz-Spiel der Telekom im Test

Studien zeigen: Weltweit tritt alle drei Sekunden ein neuer Fall von Demenz auf. Gleichzeitig verbringt die gesamte Menschheit wöchentlich rund drei Milliarden Stunden mit Videospielen. Die Deutsche Telekom will einen Teil dieser Spielzeit für Gutes verwenden. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Alzheimer's Research, dem University College London, der Universität von East Anglia und dem Spieleentwickler Glitchers hat der Kommunikationskonzern die Initiative "Game for Good" ins Leben gerufen. 

Das mobile Spiel "Sea Hero Quest" ist ein Ergebnis des Projektes. In den ersten zwei Wochen nach dem Launch wurde die App bereits über eine Million mal installiert. Mit Hilfe des Games soll die Grundlagenforschung für Demenz massiv beschleunigt werden. W&V Online hat das Spiel getestet. 

Die Demenzforschung unterstützen - Ein Kinderspiel

In dem Spiel schlüpft man in die Rolle des Sohnes von einem Seemann, der an Demenz leidet. Der Sprössling reist durch die Meere und versucht dabei die verlorenen Erinnerungen seines Vaters zu finden. 

Um die Erinnerungen zu finden, muss man mehrere Welten abklappern. In jeder dieser Welten wohnt ein Monster, das gejagt werden will. Während der Jagd gilt es fünf Spiele zu bestehen. Für jedes Level kann man maximal drei Sterne erhalten. Je länger man jeweils benötigt, desto weniger Sterne gibt es.

In den ersten drei Games bekommt man zu Beginn eine Landkarte, auf der die Standorte von Bojen eingezeichnet sind. Man muss sich die Standorte der Bojen einprägen und diese dann finden. Der Clou: Die Level sind Labyrinthe. Und die werden von Mal zu Mal schwieriger. Irgendwann fällt es einem echt schwer, sich zu orientieren. Benötigt man zu viel Zeit, kommt einem ein Wegweiser zu Hilfe.  

Die Labyrinthe werden immer schwieriger.

Hat man die ersten drei Spiele erfolgreich absolviert, wird man aufgefordert eine Leuchtrakete abzufeuern. Auch hier wird man durch einen Irrweg geschickt, an dessen Ende der Gamer die Rakete in Richtung Startpunkt schießen muss. 

In welcher Richtung war nochmal der Startpunkt?

Im finalen Level gibt es eine Verfolgungsjagd mit dem Monster. Das Tier flieht durch einen Korridor mit vielen Untiefen. Damit man nicht auf Grund läuft, muss man den Klippen und Wellen ausweichen. Am Ende der Hetzjagd macht man noch ein Foto als Trophäe, bei dem das Timing beim Abdrücken zählt. 

Nur noch geschickt den Klippen ausweichen.

Die Gestaltung und die Anforderungen der Level sollen das Navigationsverhalten und die räumlichen Orientierung der Spieler testen. Die so gewonnenen Daten werden gesammelt und sollen dann bei der Erforschung einer frühzeitigen Diagnose von Demenz helfen. 

Unser Urteil: Das Spiel ist ein netter Zeitvertreib. Grafisch zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber je höher das Level, desto kniffliger wird es. Und mit dem Bewusstsein, beim Spielen einen guten Zweck zu unterstützen, hat die Monsterjagd auch noch etwas Sinnvolles. Unsere Empfehlung: Herunterladen und loslegen. 

"Sea Hero Quest": Das Demenz-Spiel der Telekom im Test

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht