Die Fantasie reicht nicht aus, um die digitale Wirklichkeit zu erfassen. Adidas-Vertriebsvorstand Roland Auschel.
Die Fantasie reicht nicht aus, um die digitale Wirklichkeit zu erfassen. Adidas-Vertriebsvorstand Roland Auschel. © Foto:Unternehmen

ISPO-Event | | von Irmela Schwab

Schnelligkeit, Open Source und Städte: So sieht die Adidas-Agenda aus

Mit der Digitalisierung kommen wir an den Kunden so nah wie selten zuvor. Doch den Hauptunterschied zur alten Welt haben noch viele nicht begriffen: Es geht darum, auf den Kunden zuzugehen, anstatt darauf zu warten, dass er zur Marke kommt. “Kommt zu uns, wir kommen nicht zu Dir”, so sagen es junge Erwachsene, Sportler, im Video zur digitalen Transformation. “Gebt uns die Möglichkeit Dinge selbst zu kreieren. Roland Auschel, Vorstand Global Sales Adidas, zeigte diese Statements auf einem Event während der ISPO

Vieles ist in Zukunft möglich. “Unsere Fantasie reicht nicht aus, um die digitale Wirklichkeit zu erfassen”, sagte Auschel. Die Kernzielgruppe von Adidas sind die 14- bis 19-Jährigen - das sind jedes Jahr wieder andere Menschen. Und die Trends sind wieder völlig andere. Vor zehn Jahren hatten ein paar Teenager ein Handy, seit fünf Jahren hat so gut wie jeder eins. Tatsächlich: 85 Prozent aller zwölfjährigen haben laut Bitkom ein Smartphone. 

Diese gilt es mit einem Netzwerk an Kontaktpunkten mit der Marke zu involvieren. Mit gut 2700 eigenen Einzelhandelsgeschäften, 11000 Mono Branded Franchise Stores, rund 116000 Geschäften von Großhandelspartnern und 50 eigenen E-Commerce-Plattformen verfügt Adidas über ein großes Netzwerk an Kontaktpunkten für  Kunden. Ob Offline oder Online: der Markenauftritt muss einheitlich sein. Der Kunde soll die Marke als ein einziges Gesicht wahrnehmen. Eine Herausforderung. “Ohne Omnichannel geht nichts mehr”, sagte Auschel. 

Kunden-Kommunikation findet heute überall statt. In Geschäften, aber auch auf dem Handy. “Der Kunde will proaktiv angesprochen werden”, so der Vorstand. Meint damit allerdings nicht die platten Kaufmich-Botschaften aus der vordigitalen Ära. “Wir müssen dem Kunden das Leben einfacher machen.”

Schneller auch. Das wünscht sich der Kunde. Genauso wie Entdeckungsreisen, die über Open Source möglich gemacht werden. Kreativität und Verspieltheit stehen im Zentrum. Feste Grenzen gibt es nicht mehr. Schwarz-weiß ist von bunter Vielfalt abgelöst. So beschreibt es Auschel. Den Fokus dabei setzt er auf Städte wie Los Angeles, New York, Tokyo, London und Berlin. Die Trendsetter-Metropolen prägen den Lifestyle der künftigen Generationen. Daher müsse Adidas dort präsent sein -  und den Spirit dann in die ganze Welt tragen.

Schnelligkeit, Open Source und Städte: So sieht die Adidas-Agenda aus

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!