Dreamforce 2014 | | von Irmela Schwab

Salesforce zündet Werbefeuerwerk in San Francisco

Wer in dieser Woche in San Francisco Downtown weilt, dem zeigt Salesforce, wie Marketing funktioniert. Noch bevor die Konferenzhallen des Moscone Center überhaupt in Sichtweite sind, startet das Werbespektakel: Auf den Gehwegen sind große blaue Wolken angebracht, die Fußgängern den Weg zu den vielen Gebäuden zeigen, in denen die Dreamforce 2014 zelebriert wird. Dazu gehört etwa das Marriott Marquis Hotel, das in der Woche vom 13. bis 16. Oktober komplett vom SaaS-Dienstleister übernommen wird. Nicht nur, dass in der Lobby Personal mit blauen Dreamforce-Shirts und Hawaii-Girlanden Informationsmaterialien an die Gäste verteilt. Auch alle 1362 Gästezimmer sind mit gebrandeten Zimmerkarten zugänglich. 

“Is that the best Dreamforce ever?” ruft Gründer und CEO Marc Benioff in seinen Ansprachen der versammelten Horde der internationalen Sales- und Marketing-Manager zu. Gut 145.000 haben sich für die Konferenz, die in diesem Jahr zum 15. Mal stattfindet, registriert. Nächstes Jahr, so munkelt man, soll die Konferenz noch größer werden. Zeit vom Erfolg -  den Benioff in diesen Tagen über die dreamforce-blau gebrandeten Hauswänden in Downtown demonstriert - etwas abzugeben. Unter dem Motto “Giving back” hat der Salesforce-Boss in seiner Heimatstadt San Francisco Initiativen gestartet wie "One Million Meals". Dabei sind die Teilnehmer aufgerufen, Konserven für Obdachlose mitzubringen. Eine andere Initiative ist Help SFUSD Students. Dabei hat Salesforce 20 Schulen in San Francisco mit Technologie weitergeholfen, indem das Unternehmen beispielsweise die Lehr-Institutionen mit Wlan ausgestattet hat. 

San Franciscos Bürgermeister Edwin M. Lee kam persönlich, um dem Marketing-Visionär vor versammelter Menge dafür seinen Dank auszusprechen. Den Jet bestiegen hat sogar Hillary Clinton. Die ehemalige Außenministerin und vermutliche Präsidentschaftskandidatin ist vor kurzem Großmutter geworden. Ein persönliches Motiv mehr, um Benioff für sein Engagement für das UCSF Children Hospital zu danken: “Es ist für die Entwicklung eines Kindes sehr wichtig, Geschichten zu erzählen, mit ihnen zu sprechen und zu singen. Aber viele Eltern hindern ökonomische Zwänge daran.” Wie im Kleinen so im Großen, findet Clinton im Gespräch mit World Economic Forum-Gründer Klaus Schwab (Bild). "Wir brauchen viel mehr Gelegenheiten, um Menschen zusammen zu bringen, damit sie sich gegenseitig zuhören."

Mit Vernetzung - so Benioffs These dabei - werde die Welt besser. Nicht zuletzt auch aus unternehmerischer Sicht: So werden auf der viertägigen Konferenz eine Reihe neuer Produkte vorgestellt, darunter Salesforce1 Lightning für die Entwicklung neuer Apps und Wave, eine Analytics Cloud für mobile Geräte, die Datenströme aus Systemen wie zum Beispiel SAP oder Chatter via Cloud zusammenlaufen lässt. "Der Kunde ist damit in der Lage, seine ganz eigenen Analysen durchzuführen", so Benioff. Zu den Kunden gehören bereits General Electric und Coca-Cola.

Neben der Einführung neuer Produkte und Charity darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen: Mit einem Benefizkonzert für das USCF Children Hospital, bei dem Grammy Award-Gewinner Bruno Mars auftrat, zählte zu den Höhepunkten. Auf der Civic Center Plaza kamen die Teilnehmer dann auch in Scharen zusammen. Auf dem Rücken trugen sie ihre neuen Rucksäcke. Deren Design? Natürlich Corporate.

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