Youtube-Advertising | | von Annette Mattgey

Remarketing bei Youtube: Mehr ROI für Ihre Kampagnen

Youtube eignet sich nicht nur, um dort einen Kanal zu betreiben, sondern auch, um darüber Performance-Kampagnen sehr zielgenau zu steuern. Remarketing-Listen helfen dabei, interessante User zu identifizieren und sie an anderer Stelle im Netz mit Werbung zu erreichen.

In einer Remarketing-Liste können Werbungtreibende Youtube-Nutzer, die bestimmte Kriterien erfüllen, markieren und erneut ansprechen. Ein Beispiel hierfür sind Nutzer, die einen Video-Spot bis zum Ende gesehen oder einen Themenkanal besucht haben, wie zum Beispiel Beauty & Fashion, Automobil oder Lifestyle. Google erläutert ausführlich, wie das Verfahren funktioniert und nennt vor allem den besseren ROI und die höhere Reichweite als Argumente.Wer die markierten User über Google Adwords oder das Google-Display-Netzwerk später erneut anspricht, erhöht signifikant die Klickwahrscheinlichkeit. Markierte Nutzer können auch für weitere Einblendungen eines Spots auf Youtube ausgeschlossen werden. So lassen sich ausschließlich neue Nutzer ansprechen und die Netto-Reichweite erhöhen.

Vier Tipps für mehr Reichweite:  

1.  Achten Sie auf das Verfallsdatum.

Nutzer werden einer Remarketing-Liste standardmäßig 30 Tage zugeordnet. Oft ist es sinnvoll, diese Frist zu verlängern. Maximal sind 540 Tage möglich. Falls Sie Nutzer auf ein einmaliges, zeitlich befristetes Angebot hinweisen wollen, sind 30 Tage grundsätzlich völlig ausreichend. Bei jährlich wiederkehrenden Angeboten, wie beispielsweise zum Valentinstag, ist eine Dauer von einem Jahr plus einigen zusätzlichen Tagen empfehlenswert. Überlegen Sie sich daher bereits bei der Erstellung von Remarketing-Listen, wie lange Nutzer anhand der von Ihnen definierten Kriterien erfasst werden sollen, denn eine nachträgliche Änderung ist nicht mehr möglich.

2.   Definieren Sie vorab die Kriterien.

Die Kriterien, mit denen Youtube-Nutzer einer Liste zugewiesen werden, sind sehr vielfältig und reichen von "abonnierte einen Kanal", "teilte bestimmte Videos" bis hin zu "bewertete bestimmtes Video negativ". Definieren Sie die für Sie passenden Kriterien sorgsam, da diese nach dem Erstellen von Remarketing-Listen nicht mehr angepasst werden können.

3.   Nutzen Sie Listen aus anderen Kanälen.

Das Remarketing von Youtube ist nicht ausschließlich auf Listen aus dem Videoportal limitiert. Listen können auch sofort aus anderen Kanälen wie dem Google Display Netzwerk oder Google Adwords herangezogen werden, wenn sie sich im gleichen Konto befinden. Liegen die Listen in verschiedenen Konten, müssen sie gespiegelt werden. Das Spiegeln muss Ihr Google-Ansprechpartner durchführen. Beachten Sie, dass Sie beim Spiegeln eine statische Kopie der jeweiligen Liste erhalten, bei der die Fristen und Kriterien vom Original übernommen werden. Sie können die Einstellungen dieser Listen nicht verändern. Ein kanalübergreifendes Befüllen der Listen ist aktuell nicht möglich.

4.   Kombinieren Sie Remarketing mit weiteren Targeting-Kriterien.

Um die Qualität Ihrer Anzeigenschaltung zu erhöhen, können Sie zum einen "negative" Listen ausschließen. Diese umfassen Nutzer, die bspw. Ihr Video negativ bewertet oder kommentiert haben. Zudem können Sie vorhandene Remarketing-Listen mit verschiedenen zu Ihrer Marke oder Ihrem Produkt passenden geographischen oder demographischen sowie Themen- und Interessen-Kriterien kombinieren, um sukzessive die Aufruf- und Klickraten zu steigern.

Die auf Youtube erstellen Remarketing-Listen sind dabei nicht nur auf das Videoportal limitiert. So erlaubt es der kanalübergreifende Einsatz der Remarketing-Listen, dass markierte Nutzer in der Google-Suche oder im Google-Display-Netzwerk andere Anzeigen, die zum jeweils für sie relevanten Produkt oder Angebot passen, angezeigt bekommen, als Nutzer, die in keiner Liste erfasst wurden. Damit können Interessierte an verschiedenen Touchpoints ihrer Customer Journey mit einer einheitlichen Markenbotschaft erreicht werden.

"Remarketing-Listen sind ein wichtiges Instrument, um die Zielgruppen für die jeweilige Kampagne sehr genau zu definieren und so Streuverluste auf ein Minimum zu reduzieren. Unserer Erfahrung nach kann man mit dem richtigen Einsatz von Youtube-Remarketing die Kampagnen-Kosten prozentualen im zweistelligen Bereich senken", so Benjamin Prause, COO und CSO von Eprofessional.

Remarketing bei Youtube: Mehr ROI für Ihre Kampagnen

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