Dialogmarketing | | von Annette Mattgey

Potenzial für Coupons, Targeting und Location Based Services

Obwohl bei den Verbrauchern mobiles Internet und Multi-Screen-Nutzung schon weit verbreitet sind, steht die Optimierung bei Unternehmen noch am Anfang. Experten schätzen, dass aktuell nur jedes vierte Unternehmen die Darstellung der eigenen Internetseiten auf die Größe der unterschiedlichen Endgeräte optimiert hat. Entsprechend gehen sie davon aus, dass in den nächsten drei Jahren in die Verbesserung der Small-Screen-Darstellung und die Entwicklung von mobilen Apps investiert wird. Dies zeigt die von der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart, und United Internet Dialog initiierte Experten-Befragung zu "Status Quo, Trends & Perspektiven im digitalen Dialogmarketing", die in ihrer zweiten Auflage einen besonderen Fokus auf Fragestellungen zur Smartphone-Optimierung legt.   
   
Zusätzlich zur Online-Befragung von rund 120 Experten aus verschiedenen Branchen wurde in diesem Jahr erstmalig eine Konsumentenbefragung durchgeführt. Im direkten Vergleich der Antworten zeigt sich, dass die Nutzer innovationsfreudiger sind, als die Experten das Angebot in den Unternehmen einschätzen. So kann sich jeder dritte Internet-Nutzer vorstellen, innovative Tools wie RFID, Shazam oder Red Buttons auf Smart-TV Fernbedienungen einzusetzen, mit denen die mobilen Geräte mit digitalen Zusatzangeboten verbunden werden. In weniger als zehn Prozent der Unternehmen gehören solche Tools nach Expertenmeinung zum Standard. Lediglich QR-Codes auf Plakaten kommen auf einen besseren Wert (zwischen 20 und 30 Prozent).    
   
In Zukunft haben nach Meinung vor allem Location-based Services, Targeting und Coupons eine Wachstumschance.
   
Leads werden wertvoller
   
Der Aufbau von Kundendatenbanken gewinnt weiter an Bedeutung. Daher nimmt der Einsatz von Leadgenerierung auf den eigenen Webseiten zu. Jeder vierte Experte geht von einer Steigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr aus; im Handel sind es sogar 43  Prozent. Dagegen bleibt der Einsatz von Social-Media-Plattformen zur Leadgenerierung hinter den Erwartungen der Experten zurück.   
   
"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass einerseits die Anforderungen an die Konzeption von digitalen Präsenzen und Kampagnen und damit an die Budgets gestiegen sind, andererseits aber die Konsumenten offen sind und die Investitionen in maßgeschneiderte Lösungen mit Loyalität, höheren Konversionsraten und damit höherer Profitabilität belohnen", kommentiert Professor Harald Eichsteller von der Hochschule der Medien die Studienergebnisse.  
    
Sicherheitsbedenken hemmen M-Commerce Aktivitäten

Knapp die Hälfte der Nutzer geben an, Angst vor Angriffen durch gefälschte E-Mails auf dem Tablet oder Smartphone zu haben. Nur circa 13 Prozent der Befragten stimmen zu, dass Online-Shopping über mobile Endgeräte sicher ist. Dialogmarketing treibende Unternehmen sind demnach angehalten, in eine entsprechende Sicherheitsinfrastruktur zu investieren, um über E-Mails direkt Transaktionen zu generieren.   
   
"Die Expertenbefragung hat wieder wertvolle Anhaltspunkte für die Praxis geliefert. Zum einen zeigen die Ergebnisse, welches große Potenzial weiterhin in diesem Konversionsmarkt steckt. Zum anderen haben viele Unternehmen noch erheblichen Nachholbedarf, um auf Herausforderungen wie die Mobile Transition adäquat zu reagieren und von der verstärkten Multi-Screen-Nutzung im Kundendialog zu profitieren", betont Rasmus Giese, CEO United Internet Media.   
  

Potenzial für Coupons, Targeting und Location Based Services

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