Interview | | von Annette Mattgey

Payleven-Chef Zumdieck: "Jüngere wollen mehr mit Karte zahlen"

Mobile Payment gilt als eines der großen Zukunftsthemen. Payleven ist eines der Start-ups, die sich in diesem Bereich positioniert haben - unterstützt von Finanzier Rocket Internet, hinter dem die Samwer-Brüder stecken. Gründer und CEO Alexander Zumdieck über seine Vorbilder und den Mentalitätswandel, den er in Deutschland feststellt.

Sie haben kürzlich das Chip & PIN—Verfahren vorgestellt. Wie funktioniert das und warum sollte ein Verbraucher dieses System mehr schätzen als die bisherigen Verfahren?

Für den Händler bedeutet Chip & PIN, dass er alle Debit- und Kreditkarten akzeptieren kann und gegen Chargebacks abgesichert ist. Der Verbraucher muss also nicht mehr überlegen, mit welcher Karte er oder sie zahlt. Durch die einfache PIN-Eingabe ist zudem die Datenübertragung absolut sicher, wie bei einem herkömmlichen Kartenterminal auch. Das Chip & PIN-System funktioniert über eine Bluetooth-Schnittstelle in unserem Lesegerät. Diese verbindet das Gerät mit einem Smartphone, auf dem unsere App den Bezahlvorgang durchführt.

Gibt es Vorbilder in anderen Ländern? Wie funktioniert da Mobile Payment?

Ja, es gibt Vorbilder, beispielsweise in den USA oder in Schweden. Mit dem Chip & PIN-Verfahren haben wir allerdings einen technologischen Vorsprung. In Europa erlaubt Visa beispielsweise am mobilen Point of Sale die Akzeptanz von Zahlungen nur mit Chip & PIN. Die Einstellung von Handel und Kunden zum Thema Kartenzahlung ist in den Ländern unterschiedlich. Aus unserer Sicht ist das Thema mobiles Bezahlen eine Mentalitätsfrage, bei der wir in Deutschland gerade einen Wandel sehen, dem aber bisher eine ausgereifte technische Lösung gefehlt hat.

Ist Mobile Payment mehr als ein Buzzword? Gerade in Deutschland sind die User technologischen Neuerungen beim Bezahlen wenig aufgeschlossen (hohe Barzahler-Quote).

Mobile Payment hat sicher etwas von einem Buzzword aber wir sehen darin mehr, vor allem und gerade in Deutschland. Die Akzeptanz von Kartenzahlungen ist hierzulande in der Tat noch nicht ganz so ausgeprägt. Aber das liegt nicht alleine an einer konservativen Einstellung der Verbraucher, sondern auch daran, dass den Händlern, die wir ansprechen, bisher eine sichere und mobile Alternative zur Akzeptanz von Kartenzahlungen fehlte. Wir beobachten gerade bei der Generation, die mit dem Internet und Smartphones aufwächst, den Wunsch, öfter mit Karte zahlen zu können. Und genau hier passt unsere Lösung, mit der wir Händler und kleinere Gewerbetreibende in die Lage versetzen, Kartenzahlungen unkompliziert anzunehmen.

Wie wollen Sie sich im Wettbewerb mit anderen Anbietern positionieren? 

Wir sind im Markt klar positioniert durch die beste technische Lösung. Wir bieten als Erster die mobile und universelle Akzeptanz von allen EC- und Kreditkarten inklusive VISA- und Debitkarten. Überzeugen werden wir beide Zielgruppen durch die einfache und schnelle Durchführung der Zahlung. Wie bereits erwähnt, sehen wir die Akzeptanz beim Verbraucher durchaus höher als gemeinhin angenommen und jetzt bekommt der Handel die Möglichkeit, dieses Bedürfnis auch zu bedienen. Die Frage, ob man im Restaurant oder Taxi auch mit Karte zahlen kann, sollte sich so nicht mehr stellen. Mit Payleven haben wir eine Lösung, die fair, sicher und grenzenlos mobil ist.

Payleven-Chef Zumdieck: "Jüngere wollen mehr mit Karte zahlen"

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