Prognose | | von Annette Mattgey

Online-Shops frohlocken schon vor dem Fest

Vor dem Weihnachtsfest werden die Käufe via Online-Kanäle nochmal um ein Viertel zunehmen. Das prognostiziert der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) aufgrund seiner aktuellen Umfrage zusammen mit der Creditreform Boniversum. 38 Millionen Deutsche werden voraussichtlich zur Maus greifen, um Geschenke zu beschaffen und andere Einkäufe zu erledigen. Das starke Wachstum des interaktiven Handels im Laufe dieses Jahres werde auch aufs Weihnachtsgeschäft abfärben. Die Befragung basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Online-Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren und wird in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt.

Ausgehend von der Gesamtbevölkerung über 18 Jahren zählen aktuell rund 52 Millionen Personen zu den „potenziellen Online-Einkäufern“. Von diesen Bürgern planen 73 Prozent den Kauf der Weihnachtsgeschenke im interaktiven Handel, das entspricht 38 Millionen Deutschen. Noch im Vorjahr lag die Zahl bei 35 Millionen potenziellen Käufern, das bedeutet ein Wachstum von mehr als acht Prozent. „Das bisherige Jahr verlief für die interaktiven Händler umsatztechnisch noch stärker als das Jahr 2011. Zum jetzigen Zeitpunkt geht der bvh bis zum Jahresabschluss von einem zweistelligen Wachstum in Höhe von 11,8 Prozent für den gesamten interaktiven Handel gegenüber dem Vorjahr aus. Für den E-Commerce-Anteil wird ein beeindruckendes Plus von 26,5 Prozent prognostiziert. Die positive Einschätzung des Weihnachtsgeschäftes 2012 leitet sich natürlich auch vom bisherigen Jahresverlauf ab. Gleichzeitig haben die starken Umsätze in den letzten Wochen des Jahres auch noch einmal merklich Einfluss auf die Gesamtjahreszahlen. Die Erwartungen der Branche an das diesjährige Weihnachtsgeschäft sind in jedem Falle hoch“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

Der Durchschnittswarenkorb hat einen Wert von 300 Euro

Im Durchschnitt planen Verbraucher, die im interaktiven Handel Weihnachtsgeschenke kaufen möchten, zwischen 300 Euro und 471 Euro auszugeben. Diese Online-Käufer können noch einmal weiter unterschieden werden in den „Low-User“ (38 Prozent der Käufer), der durchschnittlich 150 bis 209 Euro ausgeben will, den „Middle-User“ (37 Prozent der Käufer), der durchschnittlich 350 bis 453 Euro anlegen will und den „Hard-User“ (26 Prozent der Käufer), der durchschnittlich 640 bis 874 Euro im Interaktiven Handel für Weihnachtseinkäufe verbraten möchte.

 

Im Schnitt wollen Personen, die ihre Weihnachtseinkäufe im interaktiven Handel tätigen, rund 3,5 verschiedene Waren bestellen. Besonders Männer, jüngere Personen, Personen mit höherem Einkommen sowie Personen mit Kindern im Haushalt und Sparer beabsichtigen, mehr Produkte online zu kaufen als andere Personengruppen.

Beliebt sind vor allem die Warengruppen Bekleidung/Textilien/Schuhe, für die sich 42 Prozent der Käufer begeistern, sowie Unterhaltungselektronik/Medien (39 Prozent).

Auch Ebay sieht optimistisch auf die kommenden vier Wochen: Mit dem Computer auf dem Sofa, acht Geschenke für insgesamt 214 Euro – so sieht ein typischer Weihnachtseinkauf in Deutschland aus. Das hat TNS Infratest im Auftrag von Ebay ermittelt. Damit liegt das Geschenkebudget 2012 in etwa auf Vorjahreshöhe. Für weitere weihnachtliche Ausgaben wie Deko fallen rund 125 Euro an. Im Schnitt beschenkt jeder Deutsche sechs Personen zum Fest der Liebe. Für diese sechs Personen werden durchschnittlich acht Geschenke gekauft. Online-Shopper machen es sich am liebsten auf dem Sofa gemütlich (60 Prozent). Dass nicht jedes Präsent auf Begeisterung stößt, gehört leider auch alle Jahre wieder dazu: Insgesamt werden in diesem Jahr ungeliebte Geschenke im Wert von rund 617 Millionen Euro erwartet. Ebay kann der Zahl zumindest etwas Positives abgewinnen:2011 rechneten die Deutschen noch mit ungeliebten Geschenken im Wert von über 700 Millionen Euro.

Online-Shops frohlocken schon vor dem Fest

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