Halbjahreszahlen | | von Annette Mattgey

Nielsen: Mobile Display Ads spielen Plus von 80 Prozent ein

Smartphones und Tablets spielen im Kaufentscheidungsprozess der Verbraucher eine zunehmend wichtige Rolle. Deswegen nimmt auch ihre Bedeutung für die Werbwirtschaft zu. Insbesondere Smartphones werden zum ständigen Begleiter beim Einkauf, zum „Shopping Companion“, ermittelte Nielsen. In Deutschland gibt ein Viertel der Smartphone-Nutzer an, komplette Kaufprozesse über das Handy abzuwickeln. In den USA verwenden fast 90 Prozent der Verbraucher ihre mobilen Endgeräte beim Einkauf im Geschäft. „Das Smartphone als Shopping-Begleiter, der jederzeit und überall für Transparenz sorgen und Interaktionsmöglichkeiten bieten kann, bringt ganz neue Herausforderungen und Chancen für Handel, Industrie und Werbungtreibende“, kommentiert René Bellack, Vice President Client Service Telecoms Practice Group bei Nielsen Deutschland.

 

Automobil-Hersteller sind die Treiber der Mobile Display Werbung

Entsprechend stürmisch entwickelt sich derzeit das Mobile Advertising: Der aktuellen Erhebung von Nielsen und dem BVDW zur Mobile Werbestatistik zufolge ist der Mobile-Werbemarkt im zweiten Quartal 2012 um 80 Prozent gewachsen. Das Wachstum fiel damit noch einmal höher als im Vorquartal, bei einem Gesamtvolumen von 23 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2012.

In der Branchenbetrachtung lag die Automobilindustrie mit einem Mobile-Werbebudget von 4,4 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2012 an der Spitze – hier wurde das Budget gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Platz 2 nahm die Telekommunikationsbranche ein, gefolgt von Dienstleistungen mit 2,6 Millionen Euro.

QR-Codes sind 70 Prozent der Onliner bekannt

Eine aktuelle Auswertung aus dem Nielsen-Haushaltspanel belegt, das von rund 30 Millionen Online-Haushalten in Deutschland bereits über 70 Prozent QR-Codes (Quick-Response-Codes) kennen, und gut ein Drittel dieser Haushalte hat auch schon mindestens einmal einen solchen Code gescannt. Ein Viertel der Befragten scannte nach eigenen Angaben einen QR-Code direkt im Geschäft bzw. am Regal, um sich über ein Produkt näher zu informieren. „Hier zeigen sich ganz unmittelbar die Chancen, die das ‚Extended Packaging‘ für Hersteller und Handel bietet, noch während des laufenden Kaufentscheidungsprozesses mit den – potentiellen – Kunden in Interaktion zu treten bzw. auch im Nachgang die Kundenbindung zu festigen“, erläutert René Bellack.

Die größte Awareness für QR-Codes erzeugen Werbeanzeigen in Zeitschriften: 83 Prozent der Befragten geben an, hier QR-Codes wahrgenommen zu haben. Aber auch Produktverpackungen (70 Prozent) und Plakate (64 Prozent) sind offenbar erfolgreiche Träger von QR-Codes. Bei mehr als der Hälfte der Befragten war der Grund für das Scannen eines QR-Codes der Wunsch nach Hintergrundinformationen zu bestimmten Anzeigen (52 Prozent der Nennungen). Zu den Top-Warengruppen, bei denen QR-Codes gescannt wurden, gehörten der Auswertung aus dem Nielsen Haushaltspanel zufolge Lebensmittel und Getränke. Auch über Produkte aus den Warengruppen Körperpflege sowie Haushaltsreinigung informierten sich die Befragten. Dabei wurden ganz überwiegend Produktinformationen gewünscht und auch abgefragt. Die erhaltenen Informationen bewertete allerdings nur die Hälfte der Befragten als hilfreich – hier ist ganz klar Verbesserungspotenzial vorhanden.

 

Nielsen: Mobile Display Ads spielen Plus von 80 Prozent ein

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